Kinderbetreuung & Jobchancen: Studie – Ziemlich unflexibel

Montag, 14.03.2011

Wie steht es um die Kinderbetreuung und um Karrierechancen von Eltern in Deutschland? Das wollte das Portal Betreut.de wissen und startete eine groß angelegte Umfrage (fem.com berichtete).

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse vor:

  • Die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen für Kinder sind nicht auf die realen Arbeitszeiten der Eltern abgestimmt.
  • 82 Prozent der Befragten wünschen sich flexiblere Öffnungszeiten der Kindergärten, -krippen etc. Aufgrund der starren Öffnungszeiten muss ein Großteil der Eltern unter der Woche zwischen 15 und 18 Uhr andere Betreuungs- möglichkeiten in Anspruch nehmen.
  • Die sich daraus ergebenen Engpässe werden meist durch Freunde oder Familie überbrückt, nur etwa zehn Prozent der Befragten greifen regelmäßig auf private Betreuungsdienste zurück.
  • Es gibt deutschlandweite Unterschiede in der Zufriedenheit mit der lokalen Kinderbetreuung. Insgesamt sind 50 Prozent der Befragten mit dem lokalen Betreuungsangebot eher oder sehr unzufrieden.
  • Auf
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    Länderebene sind Unterschiede erkennbar: Die Befragten aus den alten Bundesländern sind mit der Kinderbetreuungssituation deutlich unzufriedener als diejenigen aus den neuen. Die Schlusslichter des Bundesland-Rankings sind Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen. Überdurchschnittlich zufrieden sind die Befragten aus aus dem Saarland, aus Berlin und den neuen Bundesländern.
  • Die Betreuungsausgaben machen einen erheblichen Anteil des monatlichen Haushaltseinkommens aus. Die Durchschnitts-Familie zahlt insgesamt ca. 245 Euro Euro im Monat für Kinderbetreuung in entsprechenden Einrichtungen. Das sind elf Prozent des durchschnittlichen Gehaltes. 8,9 Prozent des Einkommens, also weitere 198 Euro, gehen für die private Kinderbetreuung drauf.
  • Insgesamt werden rund 80 Prozent der Drei- bis Vierjährigen und 63 Prozent der Fünf- bis Sechsjährigen im Kindergarten betreut.
  • Über 75 Prozent der Eltern haben den Eindruck, durch ihre Kinder Nachteile im Beruf oder schlechtere Karrierechancen zu haben.
  • Insgesamt mussten mehr als 64 Prozent der Befragten von einer Voll- in eine Teilzeitstelle wechseln.
  • Über 20 Prozent überbrücken Betreuungsengpässe durch Homeoffice oder ähnliches.

Mehr Infos: www.betreut.de

Kinderbetreuung

Die Kinderbetreuungssituation in Deutschland lässt in vielen Regionen zu wünschen übrig.

 

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14.03.2011 15:00
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