Jana Voosen im Interview – Zu zart besaitet für den Job

Donnerstag, 19.02.2009

In "Klinik am Alex" mimt sie Luisa Keller, außerdem schreibt Jana Voosen bezaubernde Frauenbücher und hat die grünsten Augen im deutschen Showbiz.

"Tatort", "Marienhof", "Großstadtrevier": Jana Voosen hat in den letzten Jahren vielen Sendungen ihren schönen Stempel aufgedrückt. Jetzt hat die Hamburgerin mit den blonden Haaren und flaschengrünen Augen die weibliche Hauptrolle in "Die Klinik am Alex" ergattert. "Chirurgie ist Macho" lautet das Motto der neuen Sat.1-Serie à la "Grey's Anatomy" und Jana, die ganz nebenbei ein Frauenbuch nach dem anderen schreibt, muss sich jetzt als junge Assistenzärztin Luisa Keller im harten Job beweisen. fem.com wollte mehr wissen.

Was ist schöner: in Serien mitspielen oder Filme drehen?

Für mich hat beides seinen Reiz: Wenn man Filme dreht, hat man jedes Mal eine neue Geschichte und Figur, in die man schlüpfen kann. Im Gegensatz dazu kann man eine Serienfigur aber so richtig erleben, man hat die Zeit, all ihre Seiten zu erforschen, sich selbst von der Entwicklung der Geschichte überraschen zu lassen. Außerdem ist es toll, mal über einen längeren Zeitraum mit dem gleichen Cast und Team zusammenzuarbeiten. Beim Dreh zur Sat.1-Serie "Klinik am Alex" sind wir in den sieben Monaten zu einer richtigen Familie zusammengewachsen.

Haben Sie Lieblingsserien?

Ich liebe Serien, zum Beispiel "Desperate Housewives", "Prison Break" und "Nip/Tuck". Und dass "Bis in die Spitzen" abgesetzt wurde, betrauere ich bis heute.

Was halten Sie vom großen Hype um Arzt-Serien wie "Grey’s Anatomy"?

Ich finde diesen "Hype" absolut berechtigt. "Grey's Anatomy" hat alles, was eine gute Serie braucht: Drama, Spannung und Herzschmerz, dazu ein wundervolles Schauspielensemble, eine Hauptfigur, mit der man sich identifizieren kann und natürlich - McDreamy!

Wollten Sie früher selbst Ärztin werden?

Ich hatte mal kurz darüber nachgedacht, aber echte Begeisterung für den Beruf habe ich erst entwickelt, als ich in Vorbereitung auf meine Rolle in "Klinik am Alex" im Israelitischen Krankenhaus in Hamburg im OP hospitieren durfte. Chirurgie ist wirklich faszinierend. Dennoch wäre ich für den Job wohl zu zart besaitet. Das viele Blut macht mir nichts aus, aber ich würde jedes Patientenschicksal viel zu nah an mich ranlassen.

Was war Ihr Traumberuf? Was ist er heute?

Ich wollte schon mit fünf Jahren Schauspielerin werden. Und ein paar Jahre später fand ich, Geschichten zu schreiben wäre auch toll. Heute mache ich beides und kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Sie schreiben tolle Frauenbücher. Woher kommen die Ideen?

Ach, das weiß ich gar nicht so genau. Auf jeden Fall nicht, indem ich mich hinsetze und mir sage: So, ich will jetzt mein nächstes Buch schreiben, worüber denn nun, bitteschön? Die Ideen kommen angeflogen, wenn ich nicht damit rechne, beim Spazierengehen, im Waschsalon, in einer Drehpause oder mitten in der Nacht. Dann muss ich sie nur einfangen und schnell in mein Notizbuch schreiben, bevor sie wieder wegfliegen.

Diäten, Liebeskummer, Job-Wehwehchen: Gibt es eigene Erfahrungen, die Sie in Ihre Romane einbasteln?

Niemals eins zu eins, aber gewisse skurrile Situationen oder Begegnungen baue ich schon mal ein, manchmal sogar ganz unbewusst.

Könnten Sie sich vorstellen, ein Drehbuch für eine eigene Serie zu schreiben?

Ich glaube, um eine ganze Serie zu entwickeln, fehlt mir der lange Atem, das Handwerk und auch die Übersicht. Das können andere viel besser!

"Klinik am Alex", jeden Donnerstag 22.15 Uhr auf Sat.1

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