Hyères, Frankreich – Grünes Paradies im Süden

Dienstag, 16.03.2010

Berühmte Orte wie Nizza oder Saint-Tropez liegen ganz in der Nähe, die Stadt Hyères in Südfrankreich gilt aber immer noch als Geheimtipp.

Im Sommer machen zwei geographische Punkte die Lage Hyères verheißungsvoll: Die südlichste Stadt der französischen Provence markiert den westlichsten Punkt der Côte d'Azur und den Beginn der bekanntesten Schickeria-Küste der Welt. So können Besucher der circa 50.000 Einwohner-Stadt Sonne, Mittelmeer und südfranzösisches Flair genießen und einen Hauch von Promiluft atmen, der von Saint-Tropez, Nizza, Cannes und Monaco herüber weht.

Urlaub ohne Massentourismus
Im 18. Jahrhundert zählte Hyères selbst zu den angesagten Badeorten: Dank seiner milden Winter und dem im Sommer kühlenden Mistral-Wind hatte die englische Oberschicht die Stadt für sich entdeckt. Baden kann man in Hyères immer noch fantastisch, und auch Surfer haben hier ihren Spaß. Der Luxus- und Massentourismus hat sich nach Osten verlagert.


Stadt der Palmen
Der vollständige Name Hyères' lautet Hyères-Les-Palmiers. Warum, wird bei einem Spaziergang durch die Stadt deutlich: Zahlreich säumen Palmen die Straßen. Trotz der Hitze sind tropische Gewächse nur ein kleiner Teil des prächtigen Grüns, von dem Hyères geprägt ist: Unter anderem haben die akribisch von Gärtnern gepflegten Blumenbeete, Park- und Grünanlagen wie der wunderschöne Zier- und botanische Garten Jardin Olbius Riquier zu dem Titel "ville fleurie" ("Blühende Stadt") beigetragen.

Place Massillon: Herz der Altstadt
Die Altstadt von Hyères ist klein, charmant und verbindet Geschichte mit dem, was als typisch französisch gilt. Einen Überblick verschafft man sich am besten am Morgen vom Place Saint-Paul aus - von dort bietet sich eine fantastische Aussicht über die Dächer Hyères.
Von dort aus geht's hinunter zum Place Massillon - das Herz der Altstadt und außerdem regelmäßiger (Schau-)Platz für Märkte nach bester provenzalischer Art: Händler bieten ihr frisches Obst und Gemüse, Käse und regionale Köstlichkeiten an und sprechen dabei so schnell in ihrem Dialekt, dass es selbst Parisern schwer fallen dürfte, sie zu verstehen. Macht aber nichts, handeln kann man auch mit den Händen, kaufen sowieso ...

Von der Place Massillon lässt es sich gemütlich zu der romanischen Kirche "Saint-Louis" und der Stiftskirche "Saint-Paul" schlendern und danach weiter durch verwinkelte Gässchen zur Chapelle Sainte Blaise, auch Tour des Templiers genannt: Das Bauwerk wirkt beeindruckend und geheimnisvoll zugleich, letzteres wohl auch, weil es im 12. Jahrhundert von den Templern gebaut wurde.

Griechische Wurzeln

Definitiv sollte man die antike Stadt Olbia ("Die Glückliche") besuchen, eine ehemalige Festungs- und Handelsstadt etwas außerhalb von Hyères. Hier liegen die griechischen Wurzeln der Stadt, ihre Ruinen zeugen davon: Im 4. Jahrhundert vor Christus errichteten griechische Seeleute dort die erste Siedlung.

Die Seemänner von heute legen am "Hafen von Hyères" an, einem der größten Freizeithäfen Südfrankreichs, randvoll mit Segelbooten und prächtigen Yachten.


Tipp: Ausflug nach Porquerolles

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Von dort aus ist ein Ausflug zu einer der vorgelagerten Halbinseln Hyères' ein Muss. Auf Porquerolles etwa kann man an den wunderschönen Sandstränden im türkisblauen Wasser baden oder sich auf Wandertour durch die üppige Vegetation begeben. Seit 1971 steht die Halbinsel unter Naturschutz, weshalb hier nur sehr wenige Autos fahren dürfen. So kann man das kleine Paradies fast ungestört genießen.
Weitere Informationen unter: www.ville-hyeres.fr und
www.porquerolles.com

Text: Silvia Heger

Türkisblaues Wasser, üppige Vegetation: Auf der Halbinsel Porquerolles fühlt man sich wie im Paradies.

Kultur und Sommerurlaub lässt sich in Hyères und auf der vorgelagerten Halbinsel Porquerolles perfekt vereinen.

 

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16.03.2010 11:17
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