Homöopathie für Hunde – Sanfte Heilung für Vierbeiner

Dienstag, 27.11.2012

Die von dem Arzt und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann entwickelte Homöopathie ist vielen bereits ein Begriff. Der Einsatz bei Tieren ist seit 1815 vermerkt und die Mittel werden heute vielfach bei der Behandlung von Hundekrankheiten verwendet. Mit dieser alternativen Medizin hilft man dem Tier ganz sanft bei der Heilung.

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Arzneibild und Krankheitsbild

Jeder geprüfte homöopathische Arzneistoff hat sein Arzneibild. Dieses ist die Summe aller Erscheinungen, die ein Arzneistoff bei einem Gesunden hervorruft (Arzneiprüfung). Wird ein Hund nun krank, so zeigen sich bestimmte Krankheitssymptome mit allgemeinen Symptomen und für jedes Tier individuelle Symptome. Man spricht dann vom Krankheitsbild. Dies bezieht sich auf Körper, Geist und Seele. Das Arzneimittel wird entsprechend der Ähnlichkeit des Krankheitsbildes des Hundes und den Arzneisymptomen einzelner Arzneibilder gewählt. "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden." ist das Leitbild der Homöopathie. Übersetzt bedeutet dies, dass man eine Arznei wählt, die ähnliches Leiden erregen kann. Das Verfahren ist nicht Gleiches mit Gleichem zu behandeln, sondern die Ähnlichkeit der Symptome ist entscheidend. Beispiel: bei einem Bienenstich wird nicht mit Bienengift behandelt, sondern mit einer Arznei, die den sich äußernden Symptomen ähnelt.

Arten der Anwendung für Hunde

Vorzugsweise sind für Hunde Globuli oder Tabletten geeignet. Tropfen sind ungünstig, da sie auf Alkoholbasis hergestellt werden und somit für den Hund schädlich sind. Globuli und Tabletten können in etwas Wasser aufgelöst werden, wenn eine Flüssigkeit benötigt wird. Durch die Schleimhaut der Maulhöhle kann der Arzneiwirkstoff am besten und sichersten aufgenommen werden. Ideal ist es, wenn das homöopathische Mittel nur dann ins Maul gelangt, wenn es frei von Futter ist. Eine Zeitspanne von 1 Stunde vor oder nach dem Füttern ist angemessen. Dosierungen, Wiederholungen der Gabe und die Höhe der Potenz müssen für jeden Einzelfall abgetestet werden. Je nach Alter und Konstitution weicht die Anwendung der Mittel ab. Hunde und Tiere allgemein sind sehr sensibel und viel feinfühliger als Menschen. Die Gabe von Arzneien muss mit sehr viel Bedacht und Vorsicht ausgeführt werden. Die Wirkung zeigt sich bei einem Hund sehr schnell, es darf auf keinen Fall eine Überdosis verabreicht werden.

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Krankheiten und Symptome

Die Behandlung mit homöopathischen Mitteln ist sehr vielfältig. Nicht nur zur Ersten Hilfe können sie eingesetzt werden, sondern bei vielen Krankheiten und Problemen körperlicher oder seelischer Natur.

Im Folgenden einige Krankheiten und geeignete Mittel (Anwendung nur nach Anleitung!):

-    Verletzungen durch Schläge, Prellungen, Stürze: Arnica, Hypericum, Rhus toxicodendron, Ruta, Ledum und Symphytum (Symphytum eignet sich zur Mit- und Nachbehandlung nach Knochenbrüchen)

-    Durchfall: Arsenicum album, Nux Vomica, Pulsatilla, Magnesium carbonicum, Phosphorus oder Sulfur bei Durchfall aufgrund von Verdorbenem oder durch Futter; Veratrum album oder Carbo vegetabilis bei Durchfall verbunden mit großer Schwäche; Argentum nitricum oder Gelsemium bei Durchfall durch Aufregung und Angst; Abrotanum oder Calcium carbonicum bei Durchfall durch Verwurmung

-    Verhaltensauffälligkeiten aufgrund von Kummer, Verlust, Tierheim: Ignatia, Natrium chloratum oder Staphisagria

In der Notfallapotheke sollte man unbedingt die folgenden homöopathischen Mittel besitzen:

Aconitum C30 für hohes Fieber, Arnica C30 für Verletzungen und Überanstrengungen, Arsenicum album C30 bei Futtervergiftung, Cocculus D6 bei Reisekrankheit (Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug), Ledum C30 bei Insektenstichen und Bachblüten Rescue Remedy, die Notfalltropfen bei Panik, Stress und Unfällen.

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Das Buch

Der Ratgeber "Homöopathie für Hunde. Symptome, Dosierung, Behandlung" von der Autorin, Homöopathin und Heilpraktikerin für Mensch und Tier Hilke Marx-Holena ist ein ausgezeichneter Ratgeber für den Umgang mit den homöopathischen Mittel. Neben den Grundlagen und wichtigen Hinweisen zur Anwendung gibt es einen übersichtlichen Glossar mit den Krankheiten und den dazu empfohlenen Arzneien. Hilfreich sind auch die Angaben zu Potenzen und Dosierungen sowie die Antworten auf häufig gestellte Fragen. Das Praxis-Buch ist im BLV Verlag erschienen, um 10 Euro.

Text: Elisa Gianna Gerlach

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27.11.2012 18:55
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