Gemeinsam hassen für Singles – Speed Hating kommt

Dienstag, 02.09.2008

Lang her ist's nicht, dass der Trend "Speed Dating" nach Deutschland schwappte. Jetzt ist schon wieder eine neue Variante der Partnervermittlung im Anmarsch - und dabei fliegen die Fetzen.
Krampfhaftes Lächeln, netter Small-Talk und zaghafte Annäherungsversuche sind im Londoner Club The Albion unangebracht. Zumindest für Gäste, die sich auf der Suche nach Mr. oder Mrs. Right befinden. Auf den "Down with Dating"-Abenden im The Albion treffen sich einmal im Monat Singles, um sich gegenseitig die Meinung zu sagen.

"Speed Hating" heißt der neueste Kennenlern-Trend, der seinem Vorgänger und Namensvetter "Speed Dating" in nichts nachsteht, sondern noch einen draufsetzt: Streiten und meckern sind ausdrücklich erwünscht. Der Erfinder Carl Hill findet es gut, wenn sich seine Gäste mal so richtig Luft machen können.

Dreiminütige Hasstiraden

Paarungswillige Singles haben genau drei Minuten Zeit, sich mithilfe von Hasstiraden gegenseitig kennenzulernen, dann wird gewechselt und der nächste Kandidat ist an der Reihe.

Genau wie beim Speed-Dating können die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung ankreuzen, wen aus der Runde sie gern näher kennenlernen würden. Streiten statt flirten, anranzen statt Komplimente? Klingt gewöhnungsbedürftig, aber spaßig. Und noch dazu lernt man gleich schonungslos die Macken und Einstellungen des Gegenübers kennen.
Damit seine Gäste sich nicht genötig fühlen, sich gegenseitig beleidigen zu müssen, hat sich Carl Hill verschiedene Varianten des Speed Hatings ausgedacht: So gibt es zum Beispiel die Light-Version, bei der anfangs kontroverse Themen vorgegeben werden, über die man sich zusammen auslassen kann. Denn schweißt es nicht viel mehr zusammen, gemeinsam abzulästern, als sich brav nach Alter, Beruf und Hobbies auszufragen?

Beleidigungen statt Komplimente

Die knallharte Variante des Speed Datings dagegen ist wirklich nur etwas für Hartgesottene oder Menschen mit unzerstörbarem Selbstbewusstsein: Drei Minuten lang dürfen sich zwei Singles gegenseitig alles an den Kopf werfen, was sie am anderen auszusetzen haben. Dann wird gewechselt.
Egal, für welche Form sich die Gäste im The Albion entscheiden - fest steht: Carl Hill hat mit Speed Hating offenbar den Nerv der Zeit getroffen. Die Down-with-Dating-Abende sind gut besucht, der neue Kennenlern-Trend wird - auch über die britischen Landesgrenzen hinaus - immer bekannter.

In Deutschland gibt es momentan noch keinen Speed-Hating-Anbieter. Aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Eine große Speed-Dating-Agentur aus Warstein soll sich bereits die Rechte gesichert haben.
Mehr Infos: www.downwithdating.com

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