Frieren macht fruchtbar – Frösteln für einen guten Zweck

Donnerstag, 27.11.2008

Klamme Finger, eiskalte Füße - die meisten Frauen sind das ganze Jahr über kälteempfindlich. Aber Kopf hoch: Das Leiden hat einen Sinn!
Frauen frösteln wesentlich schneller als Männer. Nun haben Wissenschaftler neue Gründe dafür entdeckt: Wie die Zeitschrift "Vital" berichtet, ist vor allem die weibliche Fruchtbarkeit Schuld an ständig kalten Händen und Füßen.
Damit die Sexualorgane jederzeit gut funktionieren, zieht der Organismus bei niedrigen Temperaturen die Wärme von den Extremitäten ab und schleust sie in den Unterleib. Bis auf frostige 28 Grad können Hände und Füße dabei heruntergedimmt werden - die normale Körpertemperatur beträgt rund 36 Grad!


Vitamin D fehlt

Weibliche Hormone sorgen zusätzlich dafür, dass der Körper keine großen Depots des "Heizmaterials" Vitamin D anlegen kann. Gerade dieses Vitamin wird jedoch bei Kälte benötigt. Experten raten Frauen deshalb, besonders viel Weizenkeime, Vollkornbrot und Nüsse zu essen - alles wunderbare Vitamin-D-Lieferanten.
Zusätzlich empfiehlt es sich, die Füße immer kuschelig warm zu halten: Kühlen sie aus, so sinkt parallel die Temperatur im Nasen- und Rachenraum um zwei bis drei Grad ab. Unangenehme Folge: Die Immunkraft schwindet, die Schleimhäute bieten eine ideale Angriffsfläche für fiese Schnupfenviren.


Nicht ohne meine Mütze

Auch über den Kopf verliert der Körper sehr viel Wärme. Deshalb gilt besonders im Winter: nie ohne Kopfbedeckung aus dem Haus gehen! Schal oder Rollkragen-Pullover dichten so genannten "Windpunkte" ab. Die sitzen im Nacken und sorgen bei Kälte, Nässe und Wind für einen Absturz des Immunsystems.
Doch Frösteln hat nicht nur etwas mit niedrigen Temperaturen zu tun. Auch Wind, Feuchtigkeit und eine hohe Sonneneinstrahlung können unseren Wärmehaushalt ganz schön durcheinander bringen.


Gefühlte Temperatur

Außerdem hat jeder Mensch ein individuelles Wärmeempfinden, das durch Faktoren wie Gewicht, Größe und Alter beeinflusst wird. Sinkt die "gefühlte Temperatur" um zehn Grad, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkältung parallel um satte 27 Prozent. Frauen sollten sich bei der Kleiderwahl also nicht nur nach dem Wetter, sondern auch nach dem inneren Thermometer richten.
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Frieren macht fruchtbar
Frösteln für einen guten Zweck
Klamme Finger, eiskalte Füße - die meisten Frauen sind das ganze Jahr über kälteempfindlich. Aber Kopf hoch: Das Leiden hat einen Sinn!
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27.11.2008 17:46
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