Die Macrolane-Methode – Spritz die Busen schön

Mittwoch, 06.08.2008

Eine neue Methode verspricht den Silikon-Effekt ganz ohne OP. Mit kleinen Nadelstichen wird ein Gel in das zu verschönernde Körperteil injiziert. Ein Trend, vor dem allerdings gewarnt wird!
Ein Hauptgrund, der potentielle Kunden der ästhetischen Chirurgen davon abhält, eine Schönheits-OP ernsthaft in Betracht zu ziehen, sind die Schmerzen, Gefahren und Nebenwirkungen eines solchen operativen Eingriffs. Darum wird in Höchstgeschwindigkeit nach neuen Produkten und Behandlungsmethoden geforscht, um auch diesen Bevölkerungsanteil auf den Behandlungstisch zu kriegen.
Aus Schweden kommt nun der neueste Trend: Die Firma Marcrolane verspricht schönere Brüste, Beine und Popos mit Hilfe eines Wundergels, das einfach mit vielen kleinen Stichen, exakt in das betreffende Körperteil gespritzt wird.
Im Gegensatz zu normalen Schönheits-OP habe dieses Verfahren doch einige Vorteile, so die Hersteller: Ohne operativen Eingriff und folglich ohne Vollnarkose dauert die Prozedur, bei der nichts anderes als eine patentierte Form der Hyalluronsäure injiziert wird, lediglich 15 bis 30 Minuten. Das Resultat ist sofort sichtbar und kann bei Bedarf auch leicht korrigiert werden. Narben bleiben keine zurück und billiger ist die Methode auch.
Nun macht sich Macrolane daran, den noch jungfräulichen Markt der schönheits-OP-willigen, aber deren Risiken scheuenden Europäer zu erobern. So werden in Deutschland im Moment 60 Ärzte für die Macrolane-Behandlung ausgebildet.
Doch gerade die Experten der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD - www.gacd.de) warnen eindringlich. "Hier handelt es sich um experimentelle Brustimplantate: Mittel- und langfristige klinische Ergebnisse liegen nicht vor. Vor einer Anwendung bei Frauen zum Aufbau der Brust ist dringend abzuraten, da gesundheitsschädigende Auswirkungen nicht auszuschließen sind.", so Dr. med. Holger Dietrich, ärztlicher Direktor der Frauenklinik und des Brustzentrums Rheinfelden, im Namen der GÄCD.
Neben den noch unerforschten Langzeitfolgen gibt es aber auch einen weiteren triftigen Grund, von Macrolane die Finger zu lassen: Im Gegensatz zu einer "richtigen" Schönheitsoperation hält das Ergebnis der Behandlung, wie für Hyalluronsäure typisch, nur einige Monate, danach muss man wieder zum behandelnden Arzt. Macrolane-Klienten bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes an der Nadel hängen!

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