Bücher finden und loswerden – Lesen und lesen lassen

Donnerstag, 09.10.2008

Meist wird einem erst bei einem anstehenden Umzug klar, wie viele Bücher man besitzt. Für alle, die sich überflüssiger Kilos entledigen wollen, gibt's zwei interessante Internetportale.
Klar, man muss nicht jedes Buch kaufen - es gibt ja Bibliotheken und Freunde, die gern mal was verleihen. Trotzdem häuft fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens stapelweise Bücher an. Einige machen sich gut im Regal - wir erfreuen uns an ihrer Präsenz, schauen sogar ab und zu hinein. Andere verstauben in den hintersten Regalreihen, weil es sich um peinliche Jugendsünden oder zähe Wälzer handelt, die man ja doch niemals lesen wird.
Gut, dass andere Menschen andere Interessen und Geschmäcker haben. Wer keine Lust auf Flohmarktverkäufe hat, kann seine Bücher spenden (zum Beispiel an Oxfam-Buchshops, Infos: www.oxfam.de, Bibliotheken und Sozialeinrichtungen) - oder sie mithilfe des Internets eintauschen oder verschenken.

Book-Crossing
Eine Möglichkeit für letztere Option bietet die Webseite www.bookcrossers.de. Man registriert sich, gibt den Büchern, derer man sich entledigen möchte, eine eigene "Book-Crossing-IDentnumber" (BCID), klebt ein downloadbares Etikett mit dem Hinweis auf bookcrossers.de ins Buch und lässt das gute Stück frei. Am besten an einem vor Regen geschützten Ort, denn nicht jedes Buch wird sofort gefunden. U-Bahnen, Wartezimmer, Toiletten an öffentlichen Orten und Cafés eignen sich wunderbar. Der Finder liest, tippt die BCID auf der Webseite ein, gibt an, wo er das Buch gefunden hat und schreibt eine kleine Rezension. Dann setzt er es wieder aus...

Allein in Deutschland haben sich bereits 47.636 Lesebegeisterte mit mehr als 453.400 Büchern auf bookcrossers.de registriert. In besonderen Features wie dem "BookRing" kann man auch nach bestimmten Titeln suchen, die dann von Leser zu Leser weitergeschickt werden.

Professionelles Schnorren
Wer für eigene Bücher gern einen Gegenwert haben möchte, ist auf der Webseite www.bookmooch.com richtig. Das Wort "moochen" bedeutet hier so viel wie "schnorren". Jeder User kann nach Registrierung alle seine überflüssigen Bücher in einer Datenbank freigeben und bekommt dafür Punkte gutgeschrieben. Zehn eingetragene Bücher ermöglichen das Erschnorren eines fremden Buchs. Möchte jemand dann eines der guten Stücke haben, schreibt er eine Nachricht. Die Bücher werden so kreuz und quer durch die Republik geschickt.

Mehr Infos:
www.bookcrossers.de
www.bookmooch.com

Linktipp: Eine Buch-Moocherin erzählt
Die Autorin Tanit Hahn von der fem-Partnerwebseite Miss Tilly hat das Schnorren mit bookmooch.com ausprobiert. Lesen Sie ihren Erfahrungsbericht!

Mehr Webtipps auf fem:
>> epubli.de: Werden Sie Buch-Designerin!
>> belauscht.de: Alltags-Witze
>> fleshmap.com: Wo Berührungen prickeln

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