Buchtipps - Top 5 – Frühlingsbücher

Mittwoch, 06.03.2013

Wie heißt es bei Rilke doch so wunderbar: "Die ersten Keime sind, die zarten, im goldnen Schimmer aufgesprossen."

Wie heißt es bei Rilke doch so wunderbar: "Die ersten Keime sind, die zarten, im goldnen Schimmer aufgesprossen."

Glücksgefühle, gute Laune und endlich mehr Sonne: der Frühling bricht an! fem.com und buecher.de stellen die Top-5-Buch-Favoriten für den Frühling vor.

Frühlingsduft  für deine Seele - Das Lesebuch für die schönste Zeit im Jahr

Die Frühjahrszeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht, ist auch eine gute Zeit, um die Seele aus dem Winterschlaf zu wecken. Die in dieser Anthologie versammelten Geschichten beliebter Autoren wie Werner Bergengruen, Peter Frankenfeld, Peter Härtling, Herman Hesse, Reinhard Mey, Rainer Maria Rilke, Karl Heinrich Waggerl und vielen anderen lassen den Frühling in die Seele einziehen. Gemeinsam ist ihnen die lebensbejahende, frohe Grundstimmung und die Botschaft, dass Gott an Ostern den Tod überwunden und neues Leben geschenkt hat. Ein ermutigendes Lesebuch.

Alex Capus: Fast ein bißchen Frühling

Fernweh und Heimweh zugleich – die Geschichte zweier Bankräuber, die 1933 aus Wuppertal nach Indien fliehen wollten, der Liebe wegen aber nur bis Basel kamen. Waldemar Velte und Kurt Sandweg wissen: Daheim in Wuppertal wollen und können sie nicht bleiben. Also wollen sie nach Indien. Gar nicht so leicht 1933. Trotzdem machen sie sich auf den Weg. Das nötige Reisegeld beschaffen sie sich durch einen Banküberfall in Stuttgart. Bis Basel immerhin schaffen sie es, wo sie auf Dorly und Marie treffen. Gerne würden sie bleiben, aber das Geld wird knapp und damit der nächste Banküberfall fällig… Eine halbfiktive Road-Movie-Krimi-Dokumentation gepaart mit ein bisschen Romantik und ein bisschen Zeitgeiststudie, verpackt in einen kleinen, aber feinen Roman. Und den Kriminalfall "Sandweg und Velte" hat es tatsächlich gegeben. Schöner Lesestoff für den Frühling.

Rainer Maria Rilke: Frühling

Rainer Maria Rilke war ein genauer Beobachter der ihn umgebenden Natur, und so entstand eine Fülle von Gedichten vom Werden des Frühlings und dem Reichtum des Sommers, vom Vollenden des Herbstes und der Stille des Winters. In vielen Prosatexten geht er dem Gleichnishaften von Jahres- und Lebenszeit nach, jahreszeitliche Stimmungen finden Eingang in seine Briefe. Thilo von Pape hat sich in Rilkes Werk umgesehen und reiche Ernte eingefahren, die, nach Jahreszeiten geordnet, nun in vier Büchern präsentiert wird. Vier Bücher, die erahnen lassen, dass ein Neubeginn über ein neues Wahrnehmen möglich ist und dass wir auch in Krisenzeiten aus der Begegnung mit der Natur Zuversicht gewinnen können: "Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß." Auch für Rilke-Kenner: Hier gibt es viele neue Texte zu entdecken. Schön, wie ein Text in den anderen übergeht, obwohl es doch eine Sammlung aus Briefen, Gedichten und Prosa ist. Auf jeden Fall ein bunter Frühlings-Klassiker.

Jetta Carleton: In  Frühlingsnächten

Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat. Sie muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und was ihr die Freiheit wert ist. Dies ist ein zartes und nostalgisches Buch voller Romantik, dem Aufbruch in eine neue Generation und vor allen Dingen voller Liebe zur Literatur an sich.

Rebecca Martin: Frühling und so

Eigentlich führt Raquel ein recht durchschnittliches Mädchenleben. Mit vierzehn lernt sie den drei Jahre älteren Noa kennen. Doch dann trennen sich die beiden nach zweieinhalb Jahren plötzlich und für Raquel beginnt ein Reigen der sexuellen Abenteuer. Spätestens seit "Feuchtgebiete" ist es en vogue, dass junge Mädchen ihr Sexualleben experimentierfreudig begehen und darüber Bücher schreiben. Auch bei Jungautorin Rebecca Martin wird in "Frühling und so" das Mädchenzimmer zum erotischen Abenteuerspielplatz. Damit hat die 18-jährige Waldorfschülerin ein unverkrampftes Mädchenbuch aus der Gefühlswelt einer Jugendlichen geschrieben: "Ich schreibe darüber, wie der Alltag mir entgegenkommt, was passiert, was nicht passiert, und was mir durch den Kopf geht. Ich versuche, die Charaktere und Erlebnisse, die in meinen Tagebüchern niedergeschriebene Realität sind, in eine fiktionale Form zu gießen. Ich träume mehr, als dass ich schreibe. Ich mag es, in den Supermarkt zu gehen, zwischen Zahnpastatuben und Katzendosenfutter die Menschen zu beobachten. Ich mag das Glück. Ich mag Männer. Erklären mag ich nicht." Ihr Buch ist jung, frisch, fröhlich und frei – wie der Frühling.
Text: Martina Wagner
>> Alle genannten Romane gibt es versandkostenfrei auf www.buecher.de

Wir stellen Bücher vor, die Lust auf den Frühling machen.

Endlich Sonne! Wir stellen Bücher vor, die Lust auf den Frühling machen.

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Wie heißt es bei Rilke doch so wunderbar: "Die ersten Keime sind, die zarten, im goldnen Schimmer aufgesprossen."
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06.03.2013 16:02
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