New York für Sparfüchse – Big Apple mit kleinem Budget

Mittwoch, 25.03.2009

Die Reisebuchautorin Dorothea Martin weiß, wie man im Big Apple mit wenig Geld viel Spaß haben kann.

Die New Yorkerin Rebecca aus der Komödie "Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin" (seit 12.3. im Kino) macht vor, wie Sie es nicht nachmachen sollten: Ihre Shoppingleidenschaft wird zu Schuldenfalle. Dabei ist New York-Shopping mit begrenztem Budget durchaus möglich - sagt Autorin Dorothea Martin. Sie hat nicht nur einen Reiseführer über den Big Apple geschrieben, sondern ist auch Expertin in Sachen New York für Schnäppchenjäger. Im fem.com-Interview verrät sie ihre besten Low-Budget-Tipps für die US-Metropole:

Was ist so faszinierend an New York?

Die besondere Energie, die von dieser Stadt ausgeht. Man kommt an, ist eigentlich hundemüde, und dann zieht es einen wider jede Vernunft trotzdem raus ins Vergnügen. Selbst nur ziellos durch die Straßen zu laufen ist in New York spannend. Ganz egal, wie oft man schon da war, jedes Mal entdeckt man wieder etwas Neues. New York ist wie ein Rausch, deshalb kommen die meisten Besucher auch immer wieder.



Ein schöner, aber preiswerter Tag in New York - machbar?

Klar. Frühstücken Sie nicht im Hotel, sondern suchen Sie sich ein hübsches Diner. Im Red Flame Coffee Shop in Midtown bekommen Sie für wenig Geld riesige Portionen. Danach sollten Sie eine Tageskarte für die Subway kaufen. Ich würde den Tag in Downtown beginnen und mich nach Norden "hocharbeiten". Fast jeden Erstbesucher zieht es irgendwie magisch zum Ground Zero, wo einst das World Trade Center stand.

Shopaholics finden gleich gegenüber einen der berühmtesten Discountläden, der Designerwaren mit großen Nachlässen verkauft: Century 21 (www.c21stores.com). Von dort aus kann man einen netten Spaziergang den Broadway hinunter zur Staten Island Ferry machen, die Sie kostenlos über den East River an der Freiheitsstatue vorbeischippert.

Zum Lunch eignen sich die Soup Kitchens hervorragend, oder Sie snacken einen günstigen Hot Dog vom Straßenkarren. Schnell und preiswert sind auch Burgerstände, wie etwa Shake Shack (www.shakeshack.com), Burger Joint oder Pop Burger (www.popburger.com). Wer wirklich gerne läuft, sollte einen Abstecher nach Chinatown machen und einen Spaziergang über die Brooklyn Bridge unternehmen.

Am Nachmittag würde ich dann den oberen Teil des Broadways entlang bummeln an den berühmten Kaufhäusern und Designerstores vorbei. Wem der Sinn nach ein wenig Kunst steht, der kann um die Ecke in der 53rd Street das Museum of Modern Art (http://moma.org) besuchen - am Freitagnachmittag zwischen 16 und 20 Uhr ist der Eintritt frei.

Am Abend sollte man sich unbedingt das Geglitzer des Times Square gönnen. Das ist zwar anstrengend, weil immer brechend voll, aber dieses Lichtermeer zu sehen ist Pficht. Besonders beeindruckend ist der Ausblick auf die New Yorker Skyline aus dem Rainbow Room (www.rainbowroom.com) im 65. Stock des Rockefeller Centers. Die Drinks an der Bar ab 17 Uhr sind zwar überteuert, aber dafür spart man sich den Eintritt für die Aussichtsplattformen des Top of the Rock oder des Empire State Buildings.

Zum Dinner würde ich in das dörflich anmutende Greenwich Village fahren und dort durch die mit Szeneläden und italienischen Geschäften gespickte Bleecker Street und deren beschauliche Nebengassen bummeln. Dort gibt's eine Slice - eine Mini-Pizza auf die Hand - und einen Besuch in einem der vielen Jazzclubs, zum Beispiel in der brasilianisch angehauchten Zinc Bar (www.zincbar.com) nahe des Washington Square.

Zurück zum Thema "Schnäppchen" - wo sind die heißesten Jagd-Reviere?

Günstige Designerware gibt es auf den "Sample Sales". Das sind die Abverkäufe der Ausstellungsstücke aus den Schaufenstern, die meist in tipp-topp Kondition bis zu 75 Prozent günstiger als regulär über den Ladentisch gehen. Diese Sample Sales werden aber meist nur sehr kurzfristig durch Flyer oder z.B. im New York Magazin beworben. Ein Shopping-Trip nach New York lohnt sich generell auch in den Schlußverkaufsmonaten März und August, wo Kaufhäuser wie Bloomingdales (www.bloomingdales.com), Bergdorf Goodman (www.bergdorfgoodman.com) oder Barneys (www.barneys.com) riesige Rabatte gewähren. Dann gibt es natürlich das ganze Jahr hindurch die Discounter, wie das Century 21, Sims, Filene’s Basement (www.filenesbasement.com) oder Duffy’s, wo Designerstücke der vergangenen Seasons günstig verscherbelt werden. Immer wieder findet man auch in den aufstrebenden Szenevierteln East Village oder der Lower East Side Läden von Jungdesignern, die Witziges und Ausgefallenes zu Einsteigerpreisen verkaufen.

Der New Yorker Times Square bei Nacht.

Typisch New York: Der Times Square.

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New York für Sparfüchse
Big Apple mit kleinem Budget
Die Reisebuchautorin Dorothea Martin weiß, wie man im Big Apple mit wenig Geld viel Spaß haben kann.
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25.03.2009 14:20
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