Berlins Nachtleben - ADAC Reisemagazin – Willkommen im Club!

Donnerstag, 24.09.2009

Wer sich in die Berliner Nacht begibt, der verliert. Zum Beispiel sein Handy. Geübte Partygänger nehmen solche Kollateralschäden des Ausgehens stoisch hin. Kommt vor.

Text: Christian Gottwalt für das ADAC Reisemagazin
Außerdem kann man noch etwas ganz anderes verlieren. Den Anschluss beispielsweise. Den Anschluss an die Gruppe, die einen durch die Nacht trägt. Und das ist wirklich eine unangenehme Situation. Falls man sein Handy noch hat, heißt es nun telefonieren: "Wo seid ihr denn alle? Ich stehe allein im Watergate herum." Nina S., deren Reise durch die Berliner Nacht wir von Freitag bis Sonntag begleiten dürfen, hält mit ihrem Telefon eine zwölfköpfige Gruppe zusammen. Nina arbeitet sozusagen als Callcenter. Sie sagt, alle seien auf einer Privatparty gelandet, der Chef der Arena feiere Geburtstag. Der Reporter müsse nur aus dem Watergate raus, sich nach links wenden und in die erste Hofeinfahrt hineingehen. "Das klingt einfach, bis gleich." Man hatte sich schon auf eine längere Taxifahrt eingestellt.
Berlin: Im Party-Labyrinth
Im avisierten Hinterhof findet sich eine Tür zu einem Treppenhaus. Es geht ein paar Stufen hoch zu einer zweiten Tür. Dahinter: wummernde Bässe, flackerndes Licht. Der Hintereingang eines Clubs! Das kann nicht die Geburtstagsparty sein. Also weiter. Ein Stockwerk höher noch eine Tür. Klopf, klopf. Zwei Sicherheitsleute öffnen und teilen mit: "Dieser Backstagebereich is jerade jeschlossen worden." - "Irgendwo hier soll aber der Chef der Arena seinen Geburtstag feiern." Die beiden Wachposten schütteln den Kopf: "Vielleicht im vierten Stock?" Also weiter. Hinter der Tür im vierten Stock öffnet sich ein großzügiger Loft, in dem zehn schnatternde Leute gerade eine Partypause einlegen. Wieder falsch. Offenbar befinden wir uns in einem Party-Labyrinth. Also weiter in die dritte Etage. Rund 40 Leute, ein DJ und eine provisorische Bar, an der das Bier einen Euro kostet. Und genau da steht, umringt von ihren zehn Freunden: Nina. Der Reporter hat den Anschluss wiedergefunden. Welch eine Freude, Sonntag früh um sechs Uhr.
Glasbruch im Borchardt
Rund 33 Stunden früher: Ninas Nacht beginnt am Freitagabend um 21 Uhr im berühmten Borchardt. Und zwar mit einem Paukenschlag: Ein Starlet, das man kennen kann, aber nicht muss, kommt an Ninas Tisch, augenscheinlich, weil dort eine bekannte Modedesignerin sitzt. Höflich fragt die Schauspielerin die Modeschöpferin: ..

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Den Originaltext finden Sie in der aktuellen Ausgabe des ADAC-Reisemagazins "Verliebt in Berlin". Weitere Informationen: www.adac.de/reisemagazin

Sei es bleich geschminkt oder mit einem Zaubererhut, sei es mit einer rosa Perücke oder in Begleitung eines Gummi-Delfins - was anderswo nur an Karneval durchgeht, erlaubt sich die Berliner Szene an jedem Wochenende.

Sei es bleich geschminkt oder mit einem Zaubererhut, sei es mit einer rosa Perücke oder in Begleitung eines Gummi-Delfins - was anderswo nur an Karneval durchgeht, erlaubt sich die Berliner Szene an jedem Wochenende.

 

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