Ausstellung Alexander McQueen – Der talentierte Mr. McQueen

Montag, 19.12.2011

Im Februar vergangenen Jahres nahm sich Alexander McQueen das Leben, nun zeigt eine Ausstellung dreißig seiner Kleider. Darunter auch sein letztes.

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Es soll das letzte Kleid sein, an dem Fashion-Genie Alexander McQueen vor seinem Selbstmord im Februar 2010 gearbeitet haben soll: Ein kurzes Cocktailkleid, aus dessen gekonnt drapierten Falten der Heilige Gereon blickt, umgeben von seinem Gefolge. Ein Druck eines Gemäldes aus dem Kölner Dom. Vergoldete Gänsefedern blitzen unter dem Saum hervor. Ein kleines Meisterwerk. Und Teil einer Hommage an den Künstler, die ab dem 12. Dezember 2011 im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen ist.

Schuhe, wie Hufe
Schon als kleiner Junge designte der Brite Kleider für seine Schwestern, später, nach einer fundierten Ausbildung bei einem Herrenschneider an der edlen Londoner Savile Row, erlangte er den Ruf des Enfant Terrible der Fashion-Szene. Er verpasste seinen Models Schuhe, die wie Hufe aussahen und wurde mit seinen abgefahrenen Entwürfen quasi zum Haus- und Hofschneider von Pop-Ikone Lady Gaga.

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Der inspirierte Mr. McQueen
Im Alter von gerade 40 Jahren nahm er sich im letzten Jahr das Leben, angeblich schwer depressiv seit dem Tod seiner Freundin Isabella Blow drei Jahre zuvor. Nun widmet das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg dem Ausnahme-Couturier eine kleine, feine Hommage: Alexander McQueen. Inspired. 30 seiner Designs sind zu sehen, neben jüngeren und jüngsten Entwürfen für sein eigenes Label auch solche, die er für das Pariser Label Givenchy entworfen hat, dessen Chefdesigner er von 1996 bis 2001 war.

Historische Silhouetten mit futuristischen Akzenten
Und auch wenn diese 30 Kleider nur ein Bruchteil seines gesamten Schaffens darstellen, so lassen sie doch einige seiner Leitmotive erkennen. Zum Beispiel die Kombination aus historischen Silhouetten mit futuristischen Akzenten. Auch setzte er immer wieder Elemente und Themen aus Kunst- und Sozialgeschichte, aus Technik und Naturwissenschaften in Bezug zur menschlichen Natur.

Spurensuche
Auch begibt sich die Schau auf die Spur der diversen Inspirationsquellen des Couturiers. So wird sie ergänzt durch ausgewählte Modelle anderer Designer, durch historische Mode und andere Einflüsse, die sich McQueens möglicherweise zunutze machte.
Die Ausstellung Alexander McQueen. Inspired. im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe startet am 23.Dezember 2011 und dauert bis zum 6. Mai 2012. Weitere Informationen unter: www.mkg-hamburg.de

Auch das letzte Kleid, an dem Alexander McQeen gearbeitet haben soll, ist Teil der Ausstellung über den britischen Fashion-Designer.

Dieses kunstvolle, kurze Abendkleid für McQueens Herbst/Winter-Kollektion 2010 aus Seidensatin und vergoldeten Gänsefedern, soll das letzte Kleid sein, an dem McQueen gearbeitet hat.

 

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Ausstellung Alexander McQueen
Der talentierte Mr. McQueen
Im Februar vergangenen Jahres nahm sich Alexander McQueen das Leben, nun zeigt eine Ausstellung dreißig seiner Kleider. Darunter auch sein letztes.
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19.12.2011 12:53
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