Alex Pettyfer im exklusiven Interview – "Böse Jungs haben einfach mehr Spaß"

Donnerstag, 25.04.2013

Alex Pettyfer gilt in Hollywood als richtiger Bad Boy. Jetzt wird der 23-jährige Brite als möglicher Hauptdarsteller der "Fifty Shades of Grey"-Verfilmung gehandelt. Im Interview mit fem.com sprach der Schauspieler über Aliens, Fashion und die Liebe.

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Alex Pettyfer wurde oft als nächster Robert Pattinson bezeichnet, doch diese Vergleiche werden immer seltener. Ruppiger Umgangston, Ausraster bei Interviews, Rausschmisse bei Partys - der gebürtige Brite achtet nicht sehr auf sein Image. Ganz im Stil von James Dean gibt sich der 23-Jährige mal betont ruhig und lässig – in der nächsten Minute könnte er jedoch schon ausgerastet sein.

Und trotzdem hat Alex Pettyfer eine verletzliche Seite, die jedoch nicht häufig zum Vorschein kommt. Obwohl er in Hollywood bereits zu einem gefragten Schauspieler geworden ist, scheint er gegen den ganzen Hype rebellieren zu wollen – fast so, als ob er lieber ein kleiner Junge bleiben möchte.

Mittlerweile wird Alex Pettyfer als möglicher Darsteller des Christian Grey in der Verfilmung des Buchererfolgs "Fifty Shades of Grey" gehandelt. Mit Regisseur Gus Van Sant (60) soll er eine Test-Sex-Szene gedreht haben, um sich gemeinsam mit ihm für den Film zu bewerben. Wer am Ende allerdings wirklich für den erotischen SM-Film vor und hinter der Kamera stehen wird, ist noch offen.

fem.com hat den wortkargen Pettyfer 2011 bei seiner Promo-Tour zum Film "Ich bin Nummer 4" interviewt und mit ihm über die Pariser Fashion Week, Außerirdische und die Liebe des Lebens gesprochen.
Hallo Alex, wie ist Berlin?
Berlin ist fantastisch!
Du warst bei der Pariser Fashion Show – wie war es?
Es war unglaublich. Ich war bei Louis Vuitton. Kate Moss rauchte auf dem Laufsteg – es war sehr kontrovers. Die Mode war super.
Was trägst du am liebsten – wenn du ausgehst und zu Hause?
Kapuzenpullis.
Lass uns über deinen Film "Ich bin Nummer 4" sprechen. Die Stunt-Szenen waren beeindruckend.
Sie waren echt gut. Wir haben drei Monate dafür trainiert.
Was war deine Lieblingsszene?
Wahrscheinlich die mit Sam.
Was war so besonders daran?
Ich glaube, weil die beiden Charaktere da eine Bindung eingegangen sind.
Und wie war die Zusammenarbeit mit DJ Carusso?
Er ist ein richtiger Familienmensch und ich liebe seine Filme. Er ist eine große Inspiration.
Du hast deine Filmrolle einmal mit der von James Dean in "… denn sie wissen nicht, was sie tun" verglichen. Wie viel John Smith steckt in Alex Pettyfer?
Null. Schließlich spiele ich einen Außerirdischen (lacht zufrieden).
Fühlst du dich im echten Leben manchmal wie ein Außerirdischer - also ein bisschen entfremdet?
Wir fühlen uns alle irgendwann mal im Leben entfremdet, aber im Moment fühle ich mich nicht wie ein Außerirdischer.

Gallery: Alex Pettyfer – Alex Pettyfer in Bildern

Ihr habt drei Monate in Pittsburgh gedreht und hattet viele Nachtdrehs. War das ein Problem für dich?
Nein, ich liebe es, die ganze Nacht auf zu sein. Manchmal war es schwer, am Tag zu schlafen, aber sonst war es gut.
Wie war es mit Dianna Agron und Teresa Palmer zu arbeiten?
Fantastisch – sie sind zwei fantastische Co-Stars.
Teresa durfte im Film mit ihrem australischen Akzent reden. Hättest du gern deinen britischen verwendet?
Nicht wirklich. Ich mag es, mit amerikanischem Akzent zu spielen und es hat auch gepasst.
Ist es einfach für dich, zwischen den Akzenten zu wechseln?
Ja, es ist wie Fahrradfahren – wenn man es einmal kann, dann geht es automatisch und ist ganz leicht.
Du lebst jetzt in Los Angeles. Vermisst du England?
Ein bisschen. Aber jetzt kann ich mich wenigstens nicht über das Wetter beschweren.
Was vermisst du am meisten?
Wahrscheinlich die Kultur … und die Architektur.
Wie unterscheiden sich die Kulturen?
Die Traditionen sind anders. In Amerika gibt es kein Sunday-Roast und auch nicht wirklichen Fußball. Ja, Fußball fehlt hier einfach.
Was ist dein Team?
Arsenal.


Hast du hier keinen Lieblingssport wie American Football oder Baseball?
Ich mag Basketball. Ich liebe Basketball. Ich habe mir viele "Pirates"-Spiele angeschaut als ich in Pittsburgh war.
Kann aber gegen deine Fußball-Liebe nicht ankommen, oder?
Nein (lacht).
Zurück zu deiner Karriere: Wolltest du schon immer Schauspieler werden?
Nein, eigentlich wollte ich Rennfahrer werden. Offensichtlich wurde ich keiner, also dachte ich mir, werde ich Schauspieler.
Im Film "Shunt", der 2013 in die Kinos kommen wird, spielst du wenigstens einen Formel-1-Fahrer. (Anmerkung: "Shunt" ist ein Biopic über das Leben des britischen Formel-1-Fahrers James Hunt.)
Ja, der Film ist in der Entwicklung.


Offensichtlich bist du ein großer Formel-1-Fan. Freust du dich auf den Dreh?
Ja, sehr. Ich muss mich da aber erst einmal einarbeiten.

Bekommst du ein spezielles Training?
Ich hoffe mal.
Im April kommt dein nächster Film "Beastly" in die Kinos. Wie war es, mit Vanessa Hudgens und Mary-Kate Olsen zu drehen?
Vanessa ist super, sie ist so eine freudvolle Seele. Und Mary-Kate ist ein bekanntes Fashion Icon, mit der es wundervoll ist, zusammenzuarbeiten.
Und im September dieses Jahres ist dann schon wieder ein Film mit dir in den Kinos. In "Now" spielst du an der Seite von Amanda Seyfried und Justin Timberlake einen Bösewicht – das hast du ja bereits in "Tormented" gemacht.
Ja, aber der Typ ist wirklich böse.


Möchtest du öfters den Bösewicht im Film spielen?
Böse Jungs haben einfach mehr Spaß.
Meinst du im Film oder im echten Leben?
Natürlich als Schauspieler. Im echten Leben bin ich ein Engel.
Das dachte ich mir. Falls du nicht Schauspieler geworden wärst – und du ja offensichtlich auch kein Rennfahrer bist: Welchen Beruf würdest du sonst haben?
Wahrscheinlich … Tierpfleger im Zoo.
Liebst du Tiere? Du hast ja einige Hunde. Hast du noch andere Tiere?
Ja, ich habe viele Hunde. Sonst aber keine anderen Tiere.
Mit welchem Schauspieler würdest du gern einmal drehen – und warum?
David Hasselhoff. Ich liebe ihn, er ist eine Ikone und ich würde wirklich irgendwann gern einmal einen Film mit machen.
Dann hoffen wir mal, dass er dieses Interview liest. Und mit welcher Schauspielerin wärst du gern mal vor der Kamera?
(Lange Pause) Ich weiß es nicht. Darüber muss ich erst einmal nachdenken, das ist echt hart.
Du kannst ja auch mehrere nennen.
Natalie Portman, Helen Mirren. Aber ich würde auch liebend gern mit Martin Lawrence drehen: Er als "Big Mama" und dann könnten wir "Big Mama"-Sex haben.
Welche Rolle würdest du dann spielen?
Natürlich seine Angebetete. Ich bin in Big Mama verliebt.
Ich hoffe, dass dieser Film nicht allzu schnell in die Kinos kommt. Du bist ja auch mit vielen anderen Projekten in Verbindung gebracht worde: "The City of Bones", "The Paperboy", "The Warstone Chronicials" - nach welchen Kriterien wählst du Filme aus?
Ein Film muss einfach gut sein, eine gute Geschichte erzählen und ein gutes Drehbuch haben.
Du warst ja auch als Model tätig, gibt es da weitere Pläne?
Ich glaub ich war nie ein Model. Ich habe nur zwei Kampagnen gemacht – gut für die Erfahrung. Und nein, in der nahen Zukunft wird es da nichts geben.
Ich habe gelesen, dass du dich 2005 für den Film "Stormbreaker", der dein großer Durchbruch war, und gegen "Eragon" entschieden hast, weil der in der Tschechei gefilmt wurde. Angeblich hast du Flugangst?
Nein, ich dachte nur, dass "Stormbreaker" ein besserer Film ist.


Also hast du kein Problem mit dem Fliegen?
Wenn ich Probleme hätte, wäre ich nicht in Berlin.
Es gibt andere Mittel und Wege.
Teleportieren!
Aber du bist ja kein Außerirdischer.
(Alex lacht)
Stört es dich, dass du manchmal mit Robert Pattinson verglichen wirst?
Nein, er ist sehr erfolgreich und es ist ein großes Kompliment für mich.
In "Ich bin Nummer 4" glauben die Außerirdischen, dass es nur die eine große Liebe gibt. Glaubst du auch daran?
Ich bin zu jung, um an die Liebe zu glauben. Frag' mich in zehn Jahren noch einmal.
Du glaubst nicht, dass es die Möglichkeit gibt, dass du innerhalb der nächsten zehn Jahre die Liebe deines Lebens findest?
Man weiß nie, wann man die Liebe seines Lebens findet. Hast du sie schon getroffen?
Ja, schon vor langer Zeit.
Wirklich? Wie alt bist du?
33. Aber ich habe ihn getroffen, als ich in deinem Alter war.
Du hast ihn getroffen, als du in meinem Alter warst?! Das war vor dreizehn Jahren! Und seit dem seit ihr zusammen?
Ja.
Verheiratet?
Ja.
Habt ihr Kinder?
Nein.
Warum nicht?
Es war einfach noch kein Thema. Und wer interviewt hier eigentlich wen?
Ich frage nur. Es ist sehr interessant. Ich wünsche dir Glück … bei allem.
(Anmerkung der Redaktion: Zeit für die Rausschmeißerfrage!)
Wenn wir schon mal beim Thema sind: Du und Dianna Agron habt euch ja erst kürzlich getrennt. Warum hat es nicht geklappt?
(Gespräch wird von der Managerin unterbrochen mit den Worten: "Keine persönlichen Fragen, nur Fragen über den Film".)
Ok, dann noch einmal kurz zurück zum Film "Ich bin Nummer 4": Für wie viele Episoden hast du unterzeichnet?
Zwei glaub ich. Oder drei. Ich weiß es nicht, sorry.
Aber falls es eine Fortsetzung geben wird, können wir dich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in der Rolle als Nr. 4 sehen.
Ich hoffe es. Ihr mögt den Film und so habe ich die Möglichkeit, den Charakter weiterzuentwickeln.
Vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe, du hast noch eine gute Zeit in Deutschland und einen guten Flug nach Hause.

Dankeschön. Ich wünsche dir auch viel Gesundheit und alles Glück der Erde.

Alex Pettyfer im Interview: "Böse Jungs haben einfach mehr Spaß"

Alex Pettyfer, der zur Zeit mit dem Film "Ich bin Nummer 4" in den Kinos ist, zählt bereits zu Hollywoods Bad Boys.

 

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25.04.2013 16:10
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