Airbag für Radfahrer – Invisible

Montag, 24.01.2011

Dass Fahrradhelme sinnvoll sind, wissen wir. Tragen tun wir sie trotzdem äußerst ungern. Zwei schwedische Designerinnen haben die Lösung: einen unsichtbaren Airbag für Radfahrer.

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Dürfen wir vorstellen? Das ist Hövding. Nein, kein neues Ikea-Produkt, aber ebenfalls aus Schweden: der erste Radfahrer-Airbag der Welt. Hövding schützt den Kopf bei Radunfällen - und das Beste: Er passt, im Gegensatz zu den meisten Radhelmen, zu jedem Outfit, weil er sich in einer Art stylishem Kragen versteckt.

Die Erfinderinnen Anna Haupt and Terese Alstin, beide Industrie-Designerinnen, kamen 2005 auf die Idee, einen (fast) unsichtbaren Radfahrer-Airbag zu entwickeln, als in ihrem Heimatland Schweden gerade die Helmpflicht für Kinder und Jugendliche eingeführt worden war.

Fashion-verträgliche Alternative zum Helm

Auch über eine Helmpflicht für Erwachsene wurde in diesem Zusammenhang diskutiert - Anlass für Haupt und Alstin, eine Fashion-verträgliche Alternative zu entwickeln: "Leuten wie uns, die nicht mal tot mit einem herkömmlichen Helm gesehen werden wollen, bereitete der Gedanke, dazu gezwungen zu werden, echte Bauchschmerzen", erzählt Anna Haupt.

Eine dezente Alternative musste her. Diese haben die beiden nun mit Hövding (übersetzt "Häuptling") auf den Markt gebracht: Der Airbag kommt, wie beim Auto, nur dann zum Einsatz, wenn tatsächlich ein Unfall passiert. Ein spezieller Trigger-Mechanismus wird von Sensoren kontrolliert, die abnormale Bewegungsabläufe des Radfahrers registrieren und entsprechend reagieren.

Aktivierung in 0,1 Sekunden

Der Airbag im Kragen ist von einer austauschbaren, waschbaren Hülle umgeben, die passend nach Outfit ausgesucht werden kann. Wird er aktiviert, umhüllt er innerhalb von 0,1 Sekunden Kopf und Nacken und spart nur das Gesicht aus. Hergestellt ist er aus einem starken Nylon-Material, das auch Asphalt-Landungen übersteht.

Um bei einem Einsatz funktionieren zu können, muss der Airbag eingeschaltet sein. Aufgeladen wird er am PC-USB-Port am Computer oder mithilfe eines speziellen Aufladegerätes.

Versteckte "Black Box"

Besonders einfallsreich: Radfahrer, die mit Hövding in einen Unfall verwickelt waren, werden gebeten, die sich in dem Airbag befindende kleine "Black Box" an den Hersteller zu senden, damit das Produkt weiter verbessert werden kann. Als Dankeschön gibt's auch Rabatt auf einen neuen Hövidng, denn einmal entfaltet und beschädigt kann der alte natürlich nicht wieder verwendet werden.

Im deutschen Handel ist der unsichtbare Fahrradhelm leider noch nicht erhältlich. Bestellt werden kann er aber online unter www.hövding.com. Kostenpunkt: umgerechnet ca. 320 Euro.

Und so funktioniert der Airbag für Radfahrer:

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Airbag für Radfahrer

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