Abschiedsmail an Kollegen & mehr: Tipps fürs Auf Wiedersehen

Donnerstag, 18.09.2014

Es ist soweit: Die Abschiedsmail an die Kollegen, die Ausstandsfeier und alles andere steht an! Wer den alten Arbeitsplatz verlässt, macht sich häufig ewig Gedanken über den richtigen Abschied. Das fem.com-ABC hilft!

A wie Abschiedsfeier

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Sie verlassen Ihre Firma aus freien Stücken und mögen Ihre Kollegen wirklich gern? Dann verabschieden Sie sich mit einer kleinen Feier oder einem Umtrunk von Ihnen. Das ist persönlicher als (nur) eine Abschieds-Mail - schließlich sieht man sich immer zweimal im Leben!

B wie Betreffzeile
Falls Sie sich aus guten Gründen für die E-Mail-Variante entschieden haben (E wie E-Mail): Wählen Sie den Betreff mit Sorgfalt. Siehe G wie Google-Abschied. Das Optimum ist weder bieder noch gewollt lustig.

C wie Chef
Egal, was vorgefallen ist: Von Ihrem Chef sollten Sie sich in jedem Fall persönlich verabschieden.

D wie Diskretion
Bleiben Sie bis zum Schluss diskret - das wird man Ihnen hoch anrechnen. Das gleiche gilt natürlich für den Start im neuen Job.

E wie E-Mail
Beachten Sie unseren E-Mail-Knigge unten! Achtung: Die Adresszeile in einer Abschieds-Mail wird von vielen Kollegen und Vorgesetzten stärker beachtet, als man sich vorstellen kann. Ordnen Sie die Empfänger deshalb einfach alphabetisch. So fühlt sich niemand benachteiligt.

E-Mail-Knigge – Abgeschickt!

F wie Freundlichkeit
Man hat sie rausgeschmissen, Sie fühlen sich ungerecht behandelt? Bleiben Sie trotzdem freundlich und professionell bis zur Freistellung. Das nennt man dann einen würdevollen Abgang, der so manchem Vorgesetzten zu Denken geben wird.

G wie Google-Abschied
Haben Sie mal von dem US-amerikanischen Google-Mitarbeiter Jason Shugars gehört, der sich von seinen Kollegen per E-Mail mit den Worten "So long, suckers! I'm out" ("Bis dann, ihr Lutscher! Ich bin weg!") verabschiedete? Die Google-Leute fanden's lustig, die meisten Chefs in konservativeren Firmen hätten wahrscheinlich ihre Nasen gerümpft...

H wie Handschlag
Siehe auch A wie Abschiedsfeier und C wie Chef: Ein persönlicher Handschlag zum Abschied ist bei engeren Kollegen und Vorgesetzten durchaus angebracht.

I wie Informationen
Sorgen Sie dafür, dass keine allzu große Informationslücke entsteht, wenn Sie die Firma verlassen. Das gilt natürlich nur eingeschränkt, wenn Sie von heute auf morgen gekündigt werden. In allen anderen Fällen siehe auch O wie Organisation.

J wie Job
Sie haben schon einen neuen Job in Aussicht - und zwar bei der direkten Konkurrenz? Das brauchen Sie Ihren Kollegen nicht extra aufs Butterbrot zu schmieren. Wahrscheinlich hat sich's sowieso schon längst herumgesprochen. Bleiben Sie D wie diskret. Bei anderen Jobveränderungen könen Sie natürlich mit offenen Karten spielen!

K wie Kündigung
Okay, Sie sind gekündigt worden. Das ist nicht schön. Wie Sie kommunikativ damit umgehen, hängt von der jeweiligen Vereinbarung ab. Haben Ihre Kollegen Ihre Kündigung sowieso mitbekommen, sollten Sie keine Notlügen erfinden.

L wie Lobgesang
Sie wechseln den Job freiwillig und sind in der alten Firma immer zuvorkommend und fair behandelt worden? Dann dürfen Sie das bei Ihrem Abschied ruhig so sagen. Peinlich wirken Lobgesänge allerdings, wenn alle wissen, dass man sie nicht so meint.

M wie Mitnehmen
Immer wieder gibt es Fälle, in denen scheidende Mitarbeiter Kundendaten oder Aufträge in die neue Selbstständigkeit "mitnehmen". Das gehört nicht zum guten Ton und könnte sich in der Branche schnell herumsprechen. Wägen Sie deshalb sorgfältig alle Fürs und Widers ab.

N wie Neid
Klar, Ihre neue Stelle ist ein Traum, die Bezahlung um Vielfaches besser als jetzt - und außerdem haben Sie endlich den Titel, den Sie sich schon immer gewünscht haben? Schön für Sie, aber diese Informationen sollten Sie Ihren Kollegen unbedingt vorenthalten. Es drohen Neid und Missgunst. Siehe auch D wie Diskretion.

O wie Organisation
Organisieren Sie nicht nur Ihre Abschiedsfeier, sondern auch Ihre Übergabe gewissenhaft. Falls Sie schon einen Nachfolger einarbeiten können: nur zu! Es ist noch niemand gefunden? Dann schreiben Sie Übergabeprotokolle und versuchen Sie, alle wichtigen Aufgaben darin zu dokumentieren.

P wie Pathos
Auch wenn ehrliches Lob erlaubt ist (siehe  L wie Lobgesang), pathetisch à la "Ich werde euch so wahnsinnig vermissen" müssen Sie bei Ihrem Abschied nicht werden. Das kann leicht peinlich rüberkommen.

Q wie Quälgeister
Fast in jedem Unternehmen gibt es Kollegen, die einem den Arbeitstag zur Hölle machen können. Aber diese Quälgeister sind oft einflussreicher, als einem lieb ist. Deshalb: Beziehen Sie sie in Ihren Abschied genauso ein wie alle anderen, bleiben Sie freundlich bis zuletzt - und freuen Sie sich nur ingeheim, dass Sie Kollege Q demnächst nicht mehr jeden Tag sehen müssen.

R wie Rechtschreibung
Falls Sie zum Abschied eine E-Mail (E wie E-Mail) schreiben, sollten Sie diese gründlich auf Tipp- und Rechtschreibfehler prüfen. Der letzte Eindruck zählt nämlich im Berufsleben ähnlich stark wie der erste...

S wie Sabbatical
Sie nehmen sich eine Auszeit und gehen erst mal ein halbes Jahr auf Weltreise. Ihre engsten Kollegen werden sowieso davon wissen - alle anderen müssen Sie nicht extra neidisch machen, indem Sie ausführlichst schildern, an welchem Strand Sie in zwei Wochen weilen werden. Andernfalls drohen Neidgefühle (siehe N wie Neid)

T wie Team
Auch wenn Sie zu den Mitgliedern Ihres engsten Arbeits-Teams einen guten persönlichen Kontakt haben: Sprechen Sie erst von Ihrem Jobwechsel, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Flurfunk ist unberechenbar...

U wie Unternehmenskultur
Wie Sie Ihren persönlichen Abschied gestalten, hängt natürlich auch von den "Bräuchen" in Ihrer Firma ab. Ein Sektumtrunk zum Abschied ist Usus? Veranstalten Sie auch einen, damit fahren Sie auf jeden Fall richtig.

V wie Verteiler
Sie arbeiten in einem 1.000-Mann-Unternehmen? Dann schicken Sie Ihre Abschieds-E-Mail (E wie E-Mail) bloß nicht an alle Mitarbeiter. Denn: Wer alle liebt, liebt keinen. Erstellen Sie einen Verteiler mit ausgewählten Kollegen, die Ihnen wirklich persönlich bekannt sind.

W wie Wehmut
Den Job zu wechseln, ist wie in eine neue Stadt zu ziehen: Die letzten Tage am alten Arbeitsplatz sind natürlich ganz besonders schön. Alle sind freundlich, es stehen keine stressigen Projekte mehr an - schnell kommt Wehmut auf. Hierzu verweisen wir Sie auf Punkt Z wie Zweifel...

X wie Xing
Wenn nicht bereits geschehen: Vernetzen Sie sich spätestens jetzt über Karriereportale wie Xing oder LinkedIn mit Ihren ehemaligen Kollegen. So haben Sie immer die Kontaktdaten parat und bleiben dauerhaft im Gedächtnis.

Z wie Zweifel
Mit Ihrer Kündigung ist der Zug in diesem Unternehmen leider (zumindest vorläufig) abgefahren. Zweifel, ob dieser Schritt der richtige ist, sollten deshalb vorher restlos ausgeräumt sein. Und falls sich doch noch welche auftun: Schweigen Sie still. Sie können ja in ein paar Jahren in Ihre alte Firma zurückkehren - selbstverständlich in einer besseren Position.

Wer eine Abschiedsmail an Kollegen verfasst, sucht oft ewig nach den richtigen Worten!

Good Bye! Wer sich per Abschiedsmail von den Kollegen verabschieden muss, sollte einige Regeln beherzigen.

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