Windpocken in der Schwangerschaft: Wie gefährlich sind sie?

Montag, 20.01.2014

Windpocken in der Schwangerschaft sind zwar selten, können aber einen schweren Verlauf nehmen. Auch die Gesundheit des Kindes kann gefährdet sein – abhängig vom Zeitpunkt der Infektion.

Die meisten Frauen im gebärfähigen Alter sind gegen Windpocken in der Schwangerschaft immun, weil sie im Kindesalter dagegen geimpft worden sind oder infolge einer Infektion Antikörper ausgebildet haben. Laut den Experten von "frauenaerzte-im-netz.de" weisen allerdings bis zu sieben Prozent der betroffenen Frauen eine fehlende Immunisierung gegen die "Kinderkrankheit" auf.

Zeitpunkt der Schwangerschaft entscheidend

Grundsätzlich ist das Risiko bei Erwachsenen größer, dass die Krankheit einen schwereren Verlauf nimmt und es zu Komplikationen kommt. Das gilt entsprechend auch für die Zeit der Schwangerschaft. Wie gefährlich Windpocken in dieser Phase für das ungeborene Kind sind, hängt hingegen stark vom Zeitpunkt ab: Sowohl eine frühe Infektion als auch ein Ausbruch der Krankheit kurz vor oder nach der Geburt gelten als besonders kritisch.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Windpocken in der Schwangerschaft dann ungefährlich für das Kind sind, wenn die Erkrankung von der 22. Schwangerschaftswoche bis fünf Tage vor der Entbindung erfolgt.

Mutter gibt Antikörper an Kind weiter

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Weil die Mutter die gebildeten Antikörper über die Nabelschnur an das Baby weitergibt, ist auch dieses gegen die Erreger von Windpocken immun. Trotzdem sind seltene Fälle bekannt, bei denen eine Windpockeninfektion vor der 22. Schwangerschaftswoche zu Fehlgeburten oder angeborenen Schäden geführt hat. Hier ist vom sogenannten kongenitalen Varizellensyndrom die Rede, das unter anderem zu unterentwickelten Gliedmaßen und in der Hälfte der Fälle zum Tod des Kindes führen kann.

Besonders gefährlich sind Windpocken in der Schwangerschaft kurz vor der Geburt. Weil die Mutter die Antikörper erst später ausbildet, kann sie diese nicht mehr an das Kind weitergeben. Das Immunsystem des Säuglings ist noch zu schwach, um den Erregern etwas entgegenzusetzen, sodass viele an einer Lungenentzündung erkranken, die in rund einem Drittel aller Fälle tödlich ausgeht. Doch nicht nur Windpocken in der Schwangerschaft, sondern auch eine Ansteckung des Neugeborenen nach der Geburt kann schwere gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod haben.

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