Werden Chlamydien unterschätzt? – Frauen versäumen Tests

Mittwoch, 14.05.2014

Ob die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs oder Chlamydien-Screening: Einige Vorsorgeuntersuchungen sollten Frauen unbedingt regelmäßig wahrnehmen. Doch nur wenige tun dies wirklich.

Vor allem in Amerika scheinen wichtige Vorsorgeuntersuchungen keine große Rolle zu spielen. Das zumindest hat nun die National Coalition for Sexual Health (NCSH) berichtet. Auf die wichtigsten Geschlechtskrankheiten lassen sich nur noch wenige Frauen testen, heißt es. Sowohl die dreifache Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs als auch ein Chlamydien-Screening oder ein HIV-Test werden oft vernachlässigt.
Nur die Hälfte aller Frauen lässt sich testen

"Nur 50 Prozent der Frauen zwischen 15 und 25 Jahren lassen einen routinemäßigen Chlamydien-Test machen", weiß Dr. Gale Burstein zu berichten. Der vorsorglichen Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs unterziehen sich ebenfalls nur wenige Frauen oder brechen die Behandlung vor der dritten Spritze vorzeitig ab. Wie "Women's Health" unter Berufung auf das Center for Disease Control and Prevention berichtet, kommen jedes Jahr 20 Millionen neue Fälle von Geschlechtserkrankungen hinzu – eine alarmierende Zahl für die NCSH.
Dabei können Frauen alle Vorsorgeuntersuchungen – ob nun für Tripper, Chlamydien, HIV oder verschiedene Krebsarten – bei ihrem Frauenarzt anfordern. Allerdings tun das nur wenige, denn die meisten gehen davon aus, dass der Arzt von selbst auf seine Patientinnen zugeht und sie auf die unterschiedlichen Tests hinweist. Die Realität sieht jedoch in einigen Ländern anders aus, weshalb jede Einzelne aufgefordert wird, bei ihrem Gynäkologen nach den notwendigen Untersuchungen zu fragen.


Chlamydien wieder auf dem Vormarsch

Dr. John Cmar, Internist am Krankenhaus in Baltimore, sieht unter anderem in der fehlenden Angst der jungen Menschen vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten den Grund für die wenigen Vorsorgeuntersuchungen. Da sogar mit ernsten Krankheiten wie HIV inzwischen über einen langen Zeitraum beschwerdefrei gelebt werden kann, zeigen viele keine Scheu vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Allein die 20 Millionen neuen Erkrankungsfälle kosten das amerikanische Gesundheitssystem jedes Jahr 16 Milliarden Dollar, wie "ABC 2 News" berichtet – umgerechnet rund 11,5 Milliarden Euro.
Vor allem Chlamydien sind derzeit wieder auf dem Vormarsch in Amerika. Dr. Patrick Chaulk, Beauftragter des Baltimore City Health Departments, sieht einen möglichen Grund dafür darin, dass sich viele Patientinnen ihrer Symptome nicht bewusst sind und daher kein Chlamydien-Screening durchführen lassen. Dabei lässt sich diese Geschlechtskrankheit allein durch einen weiterentwickelten Urintest vergleichsweise einfach nachweisen.

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