Werbung für kostenlose Erotik-Filme – Ärger um Samuel L. Jackson

Dienstag, 06.05.2014

Samuel L. Jackson zieht den Zorn der Porno-Industrie auf sich. RedTube, einen Anbieter kostenloser Erotik-Filme, hält er für die größte popkulturelle Errungenschaft der letzten 50 Jahre.

Dass sein kleiner Scherz so hohe Wellen schlagen würde, damit hätte Schauspieler Samuel L. Jackson wohl nicht gerechnet. Die Porno-Industrie wirft ihm vor, Werbung für kostenlose und illegale Erotik-Filme gemacht zu haben. Auf einer Pressekonferenz zu seinem neuen Kinofilm "Captain America 2: The Return of the First Avenger" wollte er eigentlich nur Werbung in eigener Sache machen, bis ein Journalist ihm die entscheidende Frage stellte.

Werbung für illegale Erotik-Filme

Der Reporter fragte den 65-Jährigen, was er für die größte popkulturelle Errungenschaft der vergangenen 50 Jahre halte. Vermutlich scherzhaft antwortete Samuel L. Jackson darauf: "RedTube." Dabei handelt es sich um einen Online-Anbieter von Gratis-Pornos, der in Deutschland im Dezember 2013 Berühmtheit erlangte, weil eine Kanzlei eine Abmahnwelle gegen zahlreiche Nutzer des Portals lostrat. Die meisten der auf dem Portal verfügbaren Erotik-Filme werden nämlich als Streaming angeboten, was rechtlich nicht einwandfrei ist.

Kein Wunder also, dass nach Äußerung von Jackson die Porno-Industrie auf der Matte steht. Dieser gehen wegen solcher Gratis-Anbieter hohe Einnahmen durch die Lappen. Pornodarsteller und -regisseure fürchten sogar um ihre Existenz. "Die Adult-Industrie hat genauso ein Recht auf Schutz vor Online-Piraten wie die etablierte Filmindustrie", zitiert etwa der "Stern" Erotik-Darstellerin Catalina Cruz.

Samuel L. Jackson gegen das Urheberrecht?

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Mit seiner "Huldigung" des kostenlosen Streamings von Erotik-Filmen widerspricht Jackson zudem der immer wieder aus Hollywood zu vernehmenden Forderung, die illegale Online-Piraterie einzudämmen. Das US-Magazin "TMZ" zitiert eine weitere Porno-Darstellerin zu dem Thema, die sogar ganz unmittelbar von Streaming-Angeboten wie RedTube betroffen ist, weil sie ihre Erotik-Filme selbst produziert und kostenpflichtig ins Netz stellt. Tanya Tate fordert Samuel L. Jackson auf, seine Äußerung zurückzunehmen: "Ich würde Herrn Jackson liebend gern einen Katalog meiner Filme für Erwachsene schicken, sofern er so freundlich ist und seinen Kommentar zurücknimmt."

Außerdem fügte sie süffisant hinzu: "Ich habe einen ganzen Haufen an Pornos für ihn, die ihm dabei helfen werden, zu erkennen, dass er auf dem Holzweg ist." Ob Samuel L. Jackson das Angebot angenommen hat, ist nicht bekannt.

Ein Hoch auf Erotik-Filme! Samuel L. Jackson äußerte sich jetzt scherzhaft über Porno-Streaming-Dienste. Das gefiel nicht jedem...

Ob das Jacksons Absicht war? Der US-Schauspieler äußerte sich scherzhaft über Erotik-Filme - und trat damit eine Welle der Empörung los.

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Werbung für kostenlose Erotik-Filme
Ärger um Samuel L. Jackson
Samuel L. Jackson zieht mit einer - vermutlich scherzhaften - Äußerung den Zorn der Porno-Industrie auf sich.
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06.05.2014 17:29
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