Weiblicher Zyklus – Hormone steuern Eifersucht

Donnerstag, 15.05.2014

"Die Hormone sind schuld!", ist eine häufige Ausrede bei unangemessenem Verhalten. Der weibliche Zyklus sorgt für deren schwankende Ausschüttung, die auch die Eifersucht beeinflusst.

Der weibliche Zyklus regelt nicht nur, wann Frauen ein Kind empfangen können. Sein Einfluss auf die Ausschüttung von Hormonen führt zu Beschwerden wie beim prämenstruellen Syndrom (PMS), er prägt damit aber auch das Verhalten von Frauen. Betroffen ist unter anderem der Grad der Eifersucht, der kurz vor und während des Eisprungs besonders hoch ist – also dann, wenn die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft sprunghaft ansteigt, das berichtet das Wissensmagazin "P.M.".

Eifersucht vom Zyklus beeinflusst

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Ein Forscherteam um die Psychologin Mayanne Fisher von der York University in Toronto führte Beobachtungen an über 100 Probanden durch, darunter 47 Männer und 57 Frauen. Die Teilnehmer der Studie sollten die Attraktivität von auf Fotos abgebildeten Personen beurteilen. Die Befragung wurde zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Zyklus der Teilnehmerinnen wiederholt.

Dabei stellte sich heraus, dass die Männer die Attraktivität durchgehend gleich bewertet haben. Bei den weiblichen Teilnehmern schwankte die Bewertung hingegen je nach Phase ihres Zyklus. Ihre Beurteilung anderer Frauen fiel wohlwollender aus, wenn der Spiegel von Östrogen niedrig lag. In ihrer fruchtbaren Phase bewerteten sie die Attraktivität anderer Frauen hingegen deutlich schlechter. Die Forscher deuten dieses Abweichen als Zeichen der Eifersucht.

Mögliche Ursachen der Eifersucht

Doch warum verhalten sich Frauen so, wenn sie in der Lage sind, ein Kind zu empfangen? Die Wissenschaftler vermuten hinter diesem Verhaltensmuster durch die Hormonschwankungen eine evolutionäre Strategie im Kampf um die attraktivsten Partner oder potenziellen Väter. Die Eifersucht zwischen Frauen führt in Extremfällen dazu, dass diese sich gegenseitig in einem schlechten Licht dastehen lassen, um sich selbst attraktiver zu machen.

Die Forscher vergleichen das Verhalten mit Beobachtungen aus der Tierwelt, die Rede ist von der sogenannten Stutenbissigkeit. Bei weiblichen Pferden dient das Verhalten jedoch vor allem der Sicherung ihres sozialen Ranges innerhalb des Herdenverbunds, es ist demnach nicht als eine Form der Eifersucht zu verstehen. Auch ist der Zyklus nicht für dieses Verhalten verantwortlich.

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