Weibliche Selbstbefriedigung: Welche Frauen neigen dazu?

Dienstag, 17.12.2013

Ob Selbstbefriedigung bei Frauen an der Tagesordnung steht oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Partnerschaft, Gesundheit, aber auch frühere Erfahrungen.

Selbstbefriedigung und Masturbation gelten vor allem unter Frauen teilweise immer noch als Tabuthema. Oft wird kaum oder gar nicht darüber geredet. Daher kommt wahrscheinlich auch die Annahme, dass viele Frauen auf Solo-Sex stehen, es aber einfach nicht zugeben oder kommunizieren. Eine Studie der "University of Chicago", die in der "Psychology Today" zitiert wird, hat sich nun genauer mit dem Thema auseinandergesetzt.

Selbstbefriedigung: Seltener als angenommen

Mehr als 3.000 Amerikaner im Alter von 18 bis 60 Jahren wurden von den Forschern zum Thema Masturbation befragt. Dabei wurde vor allem eines deutlich: Frauen frönen der Selbstbefriedigung weit weniger häufig als angenommen. Dieses Resultat könnte allerdings zum Teil auch von der Interview-Art beeinflusst worden sein. Da es sich um persönliche Befragungen handelte, wollten einige Probanden vielleicht einfach nicht zugeben, dass oder wie häufig sie sich selbst befriedigen. 

Doch die Studie kam noch zu weiteren interessanten Ergebnissen – zum Beispiel, dass das Alter einen Einfluss auf die Häufigkeit der Selbstbefriedigung hat. So masturbieren Frauen im Alter zwischen 20 und 39 angeblich am häufigsten. In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen fällt die Anzahl der Liebhaber von Solo-Sex. Genauso verhält es sich nach dem 40. Lebensjahr.

Das Umfeld spielt eine entscheidende Rolle

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Die Studie aus den USA bestätigt einige Resultate, die schon frühere Untersuchungen zutage gefördert hatten. Wie häufig sich Frauen selbst beglücken, hängt demnach auch mit ihrem Gesundheitszustand zusammen. Geht es Frau nicht sonderlich gut, masturbiert sie auch seltener. Andere Faktoren aus dem persönlichen Umfeld wiederum steigern angeblich die Frequenz der Selbstbefriedigung: Wer zum Beispiel öfter an Sex denkt oder bereits vor der Pubertät die ersten sexuellen Experimente unternahm, masturbiert auch öfter. Genauso wirken sich eine höhere Bildung und eine größere Anzahl von Sexualpartnern auf die Häufigkeit der Selbstbefriedigung aus.

Auch sehr interessant: Laut der Studie aus den USA neigen sowohl Frauen als auch Männer eher dazu zu masturbieren, wenn sie in einer Beziehung sind, in der sie regelmäßig Sex haben. Eine fast oder gar komplett sexlose Partnerschaft wiederum führe zu weniger Selbstbefriedigung.

Frauenerotik ist für viele Frauen noch immer ein heikles Thema - sie tun sich mitunter schwer, ihre Wünsche nach erotischer Leidenschaft zu formulieren.

Ob in einer Beziehung oder nicht: Selbstbefriedigung wird für Frauen ein immer wichtigeres Thema - auch, wenn es einigen Frauen noch immer schwerfällt, ihre erotischen Wünsche zu formulieren und auszuleben.

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