Warum haben die Millennials weniger Sex?

Donnerstag, 08.09.2016

Tinder, YouPorn und Co. – von außen betrachtet, könnte man meinen, die Millennials kriegen von Sex nicht genug. Eine aktuelle Studie beweist jedoch das Gegenteil: Die in den Neunzigern geborene Generation kann weitaus besser auf intensiven Körperkontakt verzichten, als die meisten denken.  

Dass die wilden 68er passé sind, ist klar. Trotzdem erwecken die Millennials den Eindruck, ein Sex-Revival zu feiern. Sie sind umgeben von diversen Möglichkeiten, erotische Abenteuer zu erleben – sei es durch das Überangebot an Online-Pornografie oder die Chancen, die Tinder und Co. bieten. Doch offenbar scheint die Generation Y sich für ganz andere Dinge zu interessieren …

Studie lüftet das Sexverhalten der Millennials

Für eine Studie der San Diego State University richteten Forscher den Blick auf die sexuelle Aktivität verschiedener Generationen. Hierbei standen sowohl die Millennials im Fokus als auch die Generation X, sprich alle, die zwischen 1960 und 1980 geboren sind. Das Ergebnis der Sex-Studie war verblüffend, denn die Antworten fielen anders als erwartet: Bei den Millennials herrscht im Gegensatz zur den vorangegangenen Generationen Flaute im Bett. Die Teenager haben nämlich gar keine Lust auf Sex. Gaben im Jahr 1991 noch rund die Hälfte aller Highschool-Schüler an, Sex zu haben, sind es heute ganze zehn Prozent weniger.

Die Psychologin Jean M. Twenge hält die Ergebnisse fest: "Diese Generation scheint länger mit dem Sex zu warten, sogar bis in die Zwanziger. Jeder achte der 20- bis 24-Jährigen hatte schon seit Jahren gar keinen Sex mehr."

Wie kommt es zu dem Wandel?

Da drängt sich die Frage auf, warum die Millennials der Studie zufolge weniger Sex haben. Dafür gibt es zwei Erklärungsmuster: Jean M. Twenge sieht die Gründe unter anderem in der exzessiven Nutzung der modernen Technik. Ihr zufolge interagieren die Millennials zwar auch noch viel mit ihren Bekannten und Freunden, aber auf eine andere Weise, nämlich online. So kommt es seltener zu realem Kontakt, der für Sex nun mal notwendig ist.

Eine andere Rolle scheinen die Medien zu spielen. Die Millennials sind nicht nur in puncto Sex auf Sicherheit bedacht. Die zunehmend offene Berichterstattung über sexuelle Missbräuche sorgen dafür, dass insbesondere Frauen auf den richtigen Zeitpunkt warten und sich schützen wollen. Eine positive Entwicklung, wie die Psychologin findet, und doch sollte die Generation Y aufpassen, sich dadurch nicht die Möglichkeit auf eine echte romantische Beziehung zu verbauen. 

Eine aktuelle Studie beweist: Die in den Neunzigern geborene Generation verzichtet weitaus auf Sex.

Sex spielt bei den Millennials einer Studie zufolge keine so große Rolle mehr.

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