Vibrator und Co. – Gefährliche Inhaltsstoffe

Freitag, 17.01.2014

Immer mehr Frauen besitzen einen Vibrator oder anderes Sexspielzeug. Doch ein Test zeigt, dass einige der Inhaltsstoffe bedenklich sind.

Sexspielzeug ist in deutschen Schlafzimmern immer beliebter – jede zweite Frau besitzt einer Umfrage des Marktforschungsinstituts "Ipsos" zufolge mindestens einen Vibrator oder ein anderes Sextoy. Wenn Sie sich einen neuen Vibrator zulegen möchten, sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, welche Materialien dabei verarbeitet wurden – denn "Ökotest" kam zu dem Ergebnis, dass einige der Inhaltsstoffe gefährlich sein können.

Vorsicht beim Vibrator-Kauf!

Insgesamt testete "Ökotest" 22 Sexspielzeuge, zum Großteil Vibratoren. Aber auch Liebeskugeln und ein Penisring wurden getestet. Unter den Produkten befanden sich sowohl günstige Produkte ab 9,99 Euro als auch hochpreisige Modelle für mehr als 100 Euro. Die Tester untersuchten die Sexspielzeuge auf verschiedene bedenkliche Inhaltsstoffe und kamen dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: Nur zwei der getesteten Produkte waren empfehlenswert. Bei zwei weiteren Vibratoren konnten die Tester zwar äußerlich keine bedenklichen Stoffe entdecken, im Geräteinnern und beim Zubehör jedoch fanden sie jedoch ebenfalls Schadstoffe.

Auch Silikon-Produkte nicht unbedenklich

RTEmagicC_dildo-frau-spitze-finger-istock-TB.jpg.jpg

Mittlerweile stellen immer mehr Firmen ihr Sexspielzeug aus medizinischem Silikon her. Dieses ist hochwertiger und schadstoffärmer als die zuvor häufig verwendete Kombination aus PVC und Weichmachern. Doch weil einige Hersteller die zinnorganische Verbindung Dibutylzinn (DBT) als Katalysator bei der Silikonproduktion verwenden, konnten die Tester auch die Sexspielzeuge aus Silikon nicht als unbedenklich einstufen. Der teilweise hohe Gehalt an DBT, den die Tester in verschiedenen Vibratoren fanden, ist insofern gefährlich, als dass DBT als fortpflanzungs- und fruchtschädigend gilt.

Weiterhin ergab die Untersuchung von "Ökotest", dass 17 der 22 getesteten Produkte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthielten. PAK umfasst hunderte Stoffverbindungen, von denen "Ökotest" diejenigen 25 Stoffgruppen analysierte, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den EU-Behörden als bedenklich eingestuft wurden, weil sie als krebserregend gelten.

So lässt sich zusammenfassen: Auch Vibratoren und andere Sexspielzeuge aus Silikon können nicht einfach bedenkenlos empfohlen werden, da sie zwar frei von gefährlichen Weichmachern, aber dennoch häufig durch verschiedene andere Gefahrenstoffe verunreinigt sind. Es empfiehlt sich also, sich vor dem Kauf eines Vibrators gut zu informieren.

Die Testergebnisse der Untersuchung von "Ökotest" finden Sie hier.

Erotische Leidenschaften der Frau können oft auch mit Hilfe von Sexspielzeug hervorgerufen werden.

Das richtige Gleitmittel kann den Einsatz von Sextoys wesentlich erleichtern.

 

Weitere Artikel

article
19544
Vibrator und Co.
Gefährliche Inhaltsstoffe
Immer mehr Frauen besitzen einen Vibrator oder anderes Sexspielzeug. Doch ein Test zeigt, dass einige der Inhaltsstoffe bedenklich sind.
http://www.fem.com/liebe-lust/news/vibrator-und-co.-gefaehrliche-inhaltsstoffe
17.01.2014 15:23
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/liebe-lust/vibrator-und-co.-gefaehrliche-inhaltsstoffe/375945-1-ger-DE/vibrator-und-co.-gefaehrliche-inhaltsstoffe_contentgrid.jpg
Liebe & Lust

Kommentare