Verhütung vor Persona, Pille & Co. – Mythen aus alten Tagen

Donnerstag, 15.05.2014

Verhütungscomputer wie Persona oder niedrig dosierte Pillen machen Verhütung heute leicht. Doch wie war das früher? Damals kam unter anderem Krokodilkot zum Einsatz.

Während Persona, Pille & Co. die Empfängnisverhütung heutzutage beinahe zu einem Kinderspiel machen, liefen Frauen früher im Prinzip ständig Gefahr, ungewollt schwanger zu werden. Die New York Post berichtet über die "zehn historisch schlimmsten Formen der Verhütung". Dazu zählen Zitronensaft, Cola, Quecksilber und wahlweise Innereien oder Exkremente von Tieren.

Was Frauen sich in die Vagina schoben

RTEmagicC_Pille_fotolia_TB.jpg.jpg

Auf den Talmud zurück geht die "Verhütungsmethode", Schwämme mit Zitronensaft vollzusaugen und sie dann in die Vagina einzuführen. Die Idee hinter dieser sicher nicht gerade angenehmen Verhütungsmethode: Zitronensaft töte Spermien ab. Angeblich habe sogar Casanova seinen Gespielinnen die Zitronensaft-Methode empfohlen – ohne Erfolg. Hätte es damals schon Persona oder die Anti-Baby-Pille gegeben, hätte der Womanizer es sicher leichter gehabt.

Noch in den 1950er-Jahren verbreitete sich ein ähnliches Märchen über Cola. Das Getränk würde Spermien abtöten, so der Mythos, weswegen Frauen nach dem Sex eine Art Cola-Dusche nehmen sollten. Nicht die Nachbildung des Persona-Computers, dafür aber eines Diaphragmas wurde laut "bild.de" ebenfalls 1950 empfohlen. Die Bestandteile: Honig, Rinde des Akazienbaumes und ein Baumwollbausch, der mit der Paste bestrichen wurde, bevor die Frau ihn in die Scheide einführte.



Zum Glück gibt es heute Persona und Co.

Noch aus dem antiken China stammt der überaus gefährliche Mythos, dass Frauen heißes Quecksilber trinken sollten, um nicht schwanger zu werden. Als Verhütungsmittel kann das nur insofern angesehen werden, als dass die Prozedur zu Organversagen und dadurch möglicherweise zum Tod führen könnte.

Ebenfalls aus China und Japan stammt eine Art Natur-Kondom aus Tier-Gedärmen, nicht selten eingeweicht in Milch. Sich die Darmhaut eines Lämmchens über den Penis binden? Da bieten moderne Methoden wie Persona, Latexkondom oder Spirale weitaus mehr Sicherheit und vor allem mehr Spaß beim Sex.

Und selbst die Frauen, die noch bis zum ersten Weltkrieg der Überzeugung waren, das Trinken des Abkühlwassers der Schmiede sei ein erfolgreiches Verhütungsmittel, waren noch besser dran als die alten Ägypterinnen. Die führten sich nämlich kleine Bälle aus Krokodilkot ein, um nicht schwanger zu werden.

Sich intensiv und ausführlich über Verhütungsmittel zu informieren ist unumgänglich. Denn jede Frau hat Ihre eigenen Bedürfnisse.

Die Auswahl von Verhütungsmitteln auf dem Markt ist besonders groß. In Absprache mit Ihrem Arzt finden Sie sicherlich eines für Ihre Bedürfnisse.

 

Weitere Artikel

article
37886
Verhütung vor Persona, Pille & Co.
Mythen aus alten Tagen
Verhütungscomputer wie Persona oder niedrig dosierte Pillen machen Verhütung heute leicht. Doch wie war das früher? Damals kam unter anderem Krokodil...
http://www.fem.com/liebe-lust/news/verhuetung-vor-persona-pille-co.-mythen-aus-alten-tagen
15.05.2014 14:08
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/additional-import/liebe-lust/articles/verhuetung-vor-persona-pille-co.-mythen-aus-alten-tagen/555575-1-ger-DE/verhuetung-vor-persona-pille-co.-mythen-aus-alten-tagen_contentgrid.jpg
Liebe & Lust

Kommentare