Verhütung: Geschichte der Spirale

Mittwoch, 25.09.2013

Die Spirale gilt heutzutage als sehr sicheres Verhütungsmittel und wird mittlerweile von vielen Frauen weltweit bevorzugt. Erfahren Sie hier, wie genau die Spirale erfunden wurde.

Intrauterinpessare gehören heutzutage zu den beliebtesten und verbreitetsten Verhütungsmethoden. Wesentlich bekannter ist ein Intrauterinpessar unter dem Namen Hormonspirale oder Spirale.

Die Entwicklung der Spirale begann schon früh: Anfang des 20. Jahrhunderts wurden erste Produkte aus Seide und Silberdraht entwickelt, an ersten Modellen arbeitete zum Beispiel der deutsche Gynäkologe Ernst Gräfenberg. Ende der 1950er Jahre wurden - dank der Entwicklung von thermoplastischen Werkstoffen - zahlreiche neue Formen und Modelle hergestellt und angeboten. In diesen Jahren wurde auch die Margulies-Spirale entwickelt, nach der die Intrauterinpessare dann umgangssprachlich benannt wurden. Einige Jahre später erfolgte ein Rückschlag für die Wissenschaftler rund um die Spirale, denn das Modell Darkon Shield, das in den 1970er Jahren veröffentlicht wurde, führte zu schweren Entzündungen in der Gebärmutter. Der gute Ruf, den sich die Spiralen bis dahin erwirtschaftet hatten, war nun innerhalb von wenigen Monaten komplett zerstört und neues Vertrauen bei Ärzten und Anwenderinnen musste langsam wieder aufgebaut werden.

Einfache Verhütung mit der Spirale

Seit den 1970er Jahren enthalten alle Intrauterinpessare außerdem einen gewissen Kupferanteil. Kupfer wirkt kontrazeptiv, das bedeutet, dass Spermien dadurch nicht in die Gebärmutter eindringen können. Heutzutage sind in Deutschland keine Spiralen mehr zugelassen, die ausschließlich aus Kunststoff bestehen. Das letzte Modell, das aus Plastik bestand, wurde vor kurzem vom Markt genommen, da der Pearl Index deutlich höher als bei kupferhaltigen Spiralen war. Aktuell sind in Deutschland zwei verschiedene Modelle der Spirale auf dem Markt: Es handelt sich hierbei um die Gold-Kupfer-Spirale, die unter dem Namen Goldlily angeboten wird, und um die Kupferspirale mit dem Namen GyneFix. Beide Produkte haben einen Pearl Index von 0,1 bis 0,3 und gelten damit als sehr sicher. Die besondere Sicherheit der Spiralen wird dadurch gewährleistet, dass keine Anwendungsfehler auftreten können. Intrauterinpessare können üblicherweise drei bis fünf Jahre im Körper der Frau verbleiben. Direkt nach dem Entfernen der Spirale ist die Frau im nächsten Zyklus wieder fruchtbar.

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Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

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