Verhütung mit Nuvaring - Thrombose-Risiko erhöht

Montag, 13.01.2014

Als Alternative zu herkömmlichen Verhütungsmitteln eignet sich der Nuvaring. Doch birgt diese Verhütungsmethode Risiken, wie Experten von Stiftung Warentest herausgefunden haben.

Einmal einsetzen, nach drei Wochen entfernen, die Periode abwarten und sich nicht so viele Gedanken um die Verhütung machen - das verspricht der Nuvaring. Doch Stiftung Warentest bemängelt das hohe Thrombose-Risiko, das mit den Wirkstoffen des Rings verbunden sei.

Vaginalring vs. Pille: Höheres Thrombose-Risiko

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Die Zusammensetzung des Nuvarings mit dem darin enthaltenen Gestagen Levonorgestrel sei weniger erprobt als vergleichbare Pillenpräparate. Daher sei  der Verhütungsring nicht unbedingt die bessere Wahl zu einer vergleichbaren Pille. Eine dänische Studie hätte gezeigt, dass elf von 10 000 Anwenderinnen des Nuvarings pro Jahr eine Thrombose entwickelt hätten. Frauen, die eine Pille mit dem erprobten Gestagen Levonorgestrel einnahmen, hätten nur in sechs von 10 000 Fällen Thrombose bekommen.

Der Vaginalring gibt seine Wirkstoffe Östrogen, Etonogestrol und Gestagen kontinuierlich über drei Wochen ab. Er ist aus transparentem Kunststoff und wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt und vor dem Muttermund platziert. Der Nuvaring ist fast so sicher wie die Pille: Er hat einen Pearl-Index von 0,25-1,8. Eigentlich besteht der Vorteil des Rings darin, gerade weniger Hormone als die Pille abzugeben, weil der Wirkstoff direkt über die Schleimhäute ins Blut gelangt. Frauen, die sich bei einem täglichen Schlucken der Pille unwohl fühlen, spricht diese Verhütungsmethode also gerade an. Doch der Test von Stiftung Warentest hat nun gezeigt, dass beim Ring genaues Hinschauen angesagt ist.

Nuvaring nicht die bessere Wahl

Stiftung Warentest kommt zu dem Urteil, dass der Verhütungsring nur "mit Einschränkung geeignet" sei. Allerdings schränken die Tester ein, dass noch weitere Studien über den Zusammenhang von Thrombose und Nuvaring erfolgen müssten. Nach dem derzeitigen Stand sollte Frau sich vielleicht zweimal überlegen, ob das tägliche Schlucken einer Pille so störend ist, dass der Nutzen von dem Nuvaring für sie überwiegt. Sonst ist angesichts des höheren Thrombose-Risikos wohl die Pille die besser erprobte Variante der Verhütung.

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Es gibt kurzfristige als auch langfristige Verhütungsmittel – der Vaginalring gehört zu den langfristigen und hormonellen Verhütungsmitteln.

Eine Schwangerschaft kann durch eine Vielzahl von Verhütungsmitteln verhindert werden: von der Pille über den Vaginalring bis hin zum Kondom.

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