Vagina-Kayak: Zwei Jahre Haft?

Donnerstag, 04.12.2014 Feven Berhane

In Japan hat eine Künstlerin ein Kayak entwerfen wollen, nach dem Vorbild ihrer eigenen Vagina. Mit Online-Spenden sollte dieses Projekt finanziert werden. Dafür wurde die japanische Künstlerin Anfang 2014 in Gewahrsam genommen und wieder freigelassen. Jüngst wurde die Japanerin erneut festgenommen, wegen desselben Delikts.

Megumi Igarashi fungiert unter ihrem Alter Ego Rokude Nashiko, was übersetzt „verworfenes Kind“ heißen soll. Sie wurde im Juli 2014 verhaftet, da sie versucht habe, im Netz Spenden zu sammeln, welche den Bau ihres Vagina-Kayak finanzieren sollte, berichtet das Online Kunstforum artdialy.com. Die zur Schaustellung von Genitalien ist in Japan strengstens verboten.

Vagina-Kayak und 3D-Durcker verboten!

Die Künstlerin habe vorgehabt, das Kayak nach ihrer Vagina zu designen und mithilfe eines 3D-Druckers herzustellen. Nachdem sie im Jahr 2013 verhaftet wurde, habe man sie einige Tage danach wieder entlassen, da sie einen Anwalt konsultierte und eine Petition für ihre Freilassung im Umlauf gewesen sei, so artdialy.com.

Am 4. Dezember diesen Jahres sei die Japanerin jedoch erneut festgenommen worden, da sie verdächtigt wurde, einen Link herausgegeben zu haben, welcher ihren, laut der zuständigen Polizei „obszönen Plan“ für das Vagina-Kayak beinhaltet habe. Dieser Link sei an eine Vielzahl von Menschen geschickt worden, habe ein Sprecher der Polizei in Tokio erklärt. Die ermittelnde Polizeibehörde bezichtige sie, durch die Herausgabe ihres Links die Umsetzung des Vagina-Kayaks doch noch umsetzen zu können.

„Meine Vagina ist nichts Obszönes!“

Megumi Igarashi habe scheinbar bereits im Mai dieses Jahres in ihrer Ausstellung in Tokio CD-Roms verteilt, auf denen ähnliche Inhalte gespeichert waren. „Ich glaube nicht, dass meine Vagina etwas obszönes ist“, zitiert artdialy.com die japanische Künstlerin. Ebenso Sexspielzeug-Laden-Manager Minori Watanabe wurde verhaftet, da sie im Jahr 2013 in Kollusion mit Igarashi obszöne Gegenstände in ihrem Laden verkauft haben soll.

Japan habe eine florierende Pornoindustrie, welche jegliche Vorlieben abdecke. Trotzdem gebe es weiterhin Gesetze, welche es immer noch verbieten, Genitalien in jeglicher Form darzustellen. Deshalb werden Genitalien in pornographischen Darstellungen aus japanischer Produktion nachträglich verpixelt oder zensiert, so artdialy.com. Megumi Igarashi könne für dieses Vergehen in Japan bis zu zwei Jahren Haft oder eine Strafe von 2,5 Millionen Yen ($21.000) erwarten.

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Megumi Igarashi macht sich strafbar, wenn sie ein Kayak entwirft, dass wie ihre Vagina aussieht.

Megumi Igarashi wurde verhaftet, weil sie ein Kayak bauen wollte, dass wie ihre Vagina aussieht.

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04.12.2014 17:30
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