Tripper begünstigt Beckenerkrankungen – Höheres Risiko für PIDs

Donnerstag, 15.05.2014

Australische Forscher haben Geschlechtskrankheiten wie Tripper und Chlamydien mit entzündlichen Beckenkrankheiten – sogenannten PIDs – in Zusammenhang gebracht.
Frauen, die an den Geschlechtskrankheiten Tripper oder Chlamydien erkranken, laufen Gefahr, im Anschluss auch entzündliche Beckenerkrankungen zu erleiden. Diese sogenannten PIDs (Pelvic Inflammatory Diseases) fassen entzündliche Krankheitsbilder an Eileiter, Gebärmutter, Bauchfell und anderen Regionen des kleinen Beckens zusammen.
Über acht Jahre haben Forscher aus New South Wales in Australien eine repräsentative Studie durchgeführt und dabei Frauen unterschiedlichen Alters begleitet. Alle Probandinnen waren zwischen Juli 2000 und Dezember 2008 entweder an Chlamydien oder an Tripper erkrankt und hatten in diesem Zusammenhang einen kurzen Krankenhausaufenthalt hinter sich, berichtet "Digital Journal". Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in dem Fachjournal "Plos One" veröffentlicht.
Folgen einer Tripper-Infektion
Mehr als 38.000 Probandinnen waren an Chlamydien erkrankt. Bei 483 dieser Frauen wurde später eine entzündliche Beckenkrankheit (PID) diagnostiziert. An Tripper litten hingegen in dem Zeitraum nur rund 1.000 Frauen. Der große Unterschied liegt vor allem darin begründet, dass die Studie in Australien durchgeführt wurde, wo Chlamydien bis zu zehnmal so häufig diagnostiziert werden wie Tripper. Von den rund 1.000 betroffenen Frauen wurden später 45 wegen einer entzündlichen Beckenerkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert. Konkret bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen eine entzündliche Beckenerkrankung erleiden, ist 27-mal höher, wenn sie zuvor an Chlamydien erkrankt waren, und sogar 96-mal so hoch, wenn sie zuvor an Tripper litten.


Forschungen noch nicht abgeschlossen
Die Zahlen sind in erster Linie spezifisch für die australische Bevölkerung aus New South Wales, doch ließen sich vergleichbare Ergebnisse auch in den USA und andere Länder finden – selbst wenn dort die Verteilung von Tripper- und Chlamydien-Erkrankungen anders ausfällt. In jedem Fall haben die Forscher einen direkten Zusammenhang zwischen den Geschlechtskrankheiten und späteren entzündlichen Beckenerkrankungen feststellen können. Außerdem vermuten sie, dass das Risiko für Frauen mit vorangegangener Tripper-Erkrankung höher sei als für jene mit Chlamydien. Doch um das als konkretes Ergebnis festhalten zu können, bedarf es zunächst weiterer Untersuchungen und Studien, wie die Autoren des Artikels schreiben.

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