Trennung und soziale Netzwerke – Beziehungs-Aus 2.0

Dienstag, 21.01.2014

Eine Trennung ist meist für mindestens einen von beiden Partnern eine schmerzhafte Angelegenheit. Soziale Netzwerke schüren den Schmerz noch.

Nach einer Trennung ist Zeit eigentlich die beste Medizin, um über den Schmerz hinwegzukommen und wieder zu sich selbst zu finden. Doch im digitalen Zeitalter ist das gar nicht so einfach. Denn Experten zufolge ist vor allem das Bildmaterial, mit dem User sozialer Netzwerke immer wieder konfrontiert werden, bei einer Trennung problematisch.

Soziale Netzwerke erschweren Trennungen

In sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter ist es heutzutage gang und gäbe, sein Leben in Form von Texten und Bildern mit anderen zu teilen. Auch über den Beziehungsstatus oder verschiedene Stationen einer Partnerschaft werden digitale Freunde oder Follower häufig exklusiv informiert. Umso schlimmer, wenn es dann zur Trennung eines Paares kommt. Denn in sozialen Netzwerken hat sich die Nachricht vom Beziehungs-Aus schnell verbreitet.
Eine stille Verarbeitung des Liebeskummer ist dann nahezu unmöglich. Ändert sich der Beziehungsstatus bei Facebook, sprechen Freunde das ehemalige Paar möglicherweise vermehrt auf die Trennung an. Alte Fotos aus glücklichen Zeiten kursieren sowohl im eigenen Profil als auch in dem von Freunden und sind so dauerpräsent. Und auch wenn eines der beiden ehemaligen Turteltäubchen sich neu verliebt – auf Facebook bleibt das auch dem ehemaligen Partner nicht lange verborgen.

Verarbeitung von Trennung ist typabhängig

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Wie schwer Menschen eine Trennung im Zeitalter sozialer Netzwerke tatsächlich fällt, hängt aber nicht nur von den Umständen ab, die schließlich zum Ende der Beziehung führten, sondern auch davon, wie der einzelne grundsätzlich mit Trennungen umgeht.

"Es gibt sowohl Menschen, die sehr gut mit Trennungen zurechtkommen als auch jene, die mit einem derartigen Verlust schwerer umgehen können. Vor allem für letztgenannte Gruppe könnte der Umgang mit Fotografien und Postings, die an schmerzliche Ereignisse erinnern, problematisch sein", sagte Psychologe Dominik M. Rosenauer gegenüber der Nachrichtenagentur "Pressetext".

Grundsätzlich empfehlen Experten, sich sorgfältig zu überlegen, welche Daten man in sozialen Netzwerken mit anderen teilt und ob es wirklich nötig ist, Facebook-Freunde über seinen Beziehungsstatus auf dem Laufenden zu halten. Nicht nur im Falle einer Trennung könne man von solchen Überlegungen profitieren.

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