Trends bei Umstandsmode – Setzt Frauen unter Druck

Freitag, 21.03.2014

Die aktuelle Umstandsmode hat kaum noch etwas gemein mit der weit und bequem geschnittenen Kleidung von einst. So manche werdende Mutter fühlt sich dadurch unter Druck gesetzt.

Umstandsmode bedeutete einst bequeme Kleidung für Schwangere, unter der auch der wachsende Babybauch noch ausreichend Platz findet. Schön war das nicht immer, doch Sinn und Zweck dieser Kleidung ist es schließlich vor allem, Mutter und Kind diese Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten.

Figurbetonte Umstandsmode im Trend

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Mittlerweile liegt die Betonung bei Umstandsmode mehr und mehr auf dem zweiten Teil des Wortes, und das heißt: Auch während der Schwangerschaft haben Frauen modisch auszusehen. Der Babybauch wird immer häufiger zum Accessoire, den es mit entsprechender Kleidung in Szene zu setzten gilt.

Natürlich muss keine werdende Mutter ihren Babybauch verstecken, doch die Mode für Schwangere ist heutzutage teilweise so eng geschnitten, dass einzig dem Bauch eine neunmonatige Auszeit vom allgemeinen Schlankheitswahn zugestanden wird. Körperliche Reserven an Beinen, Po oder Armen sind selbst während der Schwangerschaft nicht vorgesehen – die Umstandsmode unterwirft sich diesem Diktat und zielt auf schlanke Schwangere.

Die "Süddeutsche Zeitung" machte erst kürzlich auf den zunehmenden Schlankheitswahn aufmerksam, dem sich schwangere Frauen ausgesetzt sehen: Die Medien feiern jede prominente Frau, die ihren Babybauch in hautenger Abendrobe zur Schau stellt oder damit für Hochglanzmagazine posiert. Wer schwanger sein will, muss schlank sein – ein Widerspruch in sich, der sich jedoch mehr und mehr im Unterbewusstsein der Gesellschaft verankert hat.

Wer soll das denn tragen?

Wer sich wie das It-Girl Kim Kardashian aus den USA allerdings in figurbetonte Umstandsmode zwängt, obwohl sie der Figur nicht schmeichelt, bekommt in aller Öffentlichkeit und im wahrsten Sinne des Wortes sein Fett weg. Bleibt für viele schwangere Frauen die Frage: Zurück zum Zelt oder abnehmen? Ein beunruhigender Trend geht in Richtung der letzteren Wahl. Dabei kann eine Unterernährung für Mutter und Kind fatale Folgen haben.

Mütter, die für sich und das in ihnen heranwachsende Kind das Beste wollen, sollten sich nicht dem Diktat der enggeschnittenen Umstandsmode unterwerfen, sondern sich stattdessen gesund und ausgewogen ernähren und die Kleidung an die Umstände anpassen und nicht andersherum.

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