Syphilis wird zum Problem in China

Donnerstag, 31.07.2014

Weltweit verbreiten sich Geschlechtskrankheiten wie Syphilis wieder mehr. Insbesondere China ist davon betroffen. Grund könnte der rasante wirtschaftliche Aufschwung sein.

Die Provinz Guangdong in China wird von der Syphilis stärker heimgesucht als andere Regionen des riesigen Landes. Das berichtet  "chinadaily.com" auf seiner Website und beruft sich dabei auf eine regionale Untersuchung. "Die Syphilis-Infektionsrate in der Guangdong-Provinz ist 1,5 Mal höher als das nationale Niveau", ist dort zu lesen. Guangzhou ist die Provinzhauptstadt Guangdongs.

Wirtschaftlicher Aufschwung bringt mehr Sex

Ein regionales Monitoring System zur Verbreitung von Syphilis habe ergeben, dass 51 von 100.000 Bewohnern der Provinz an der Geschlechtskrankheit leiden. Die jetzt veröffentlichte Untersuchung liege allerdings schon zwei Jahre zurück. So stellt sich die Frage, wie sich die Zahl der Infektionen in der Zwischenzeit entwickelt haben könnte.

Ebenfalls bei "chinadaily.com" zu lesen ist, dass der Direktor des dortigen Krankenhauses für Hautkrankheiten eine mögliche Ursache für die gestiegenen Infektionszahlen bei sexuell übertragbaren Krankheiten indirekt im wirtschaftlichen Aufschwung sieht. Die Menschen dort wären heute viel mobiler als noch vor wenigen Jahren und die Provinz gehöre zu den Top-Entwicklern in China. Gelegenheit bringt also Syphilis könnte manin abgewandelter Form des Sprichwortes "Gelegenheit macht Liebe" sagen.

Medikamente gegen Syphilis fehlen

In der Provinz Guangdong gibt es viele Wanderarbeiter. Zudem hat sich die Prostitution dort inzwischen so stark verbreitet, dass die Regierung sogar Kampagnen gegen Sexarbeiter, Sauna-Inhaber und Prostituierte fährt, um das Phänomen einzudämmen, wie die "Financial Times" schreibt.

Doch auch in anderen Teilen der Erde kämpfen Gesellschaften gegen die steigende Verbreitung von Syphilis und Co., so zum Beispiel auch mitten in Europa. Das Schweizer Online-Magazin "20min.ch" berichtet, dass in der Schweiz gar eine Syphilis-Epidemie drohe, weil die Medikamente, die zur Behandlung der Infektion notwendig sind, nicht mehr hergestellt werden. Der einfache Grund: Für die Pharmaindustrie ist deren Herstellung einfach nicht profitabel genug. Sollten sich Syphilis, Chlamydien und andere Geschlechtskrankheiten weiterhin in diesem Tempo verbreiten, dürfte sich das demnächst ändern.

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Syphilis ist auf dem Vormarsch - besonders in der chinesischen Provinz Guangdong. Warum sich dort die Geschlechtskrankheit ausbreitet, dafür hat ein Arzt eine überraschende Erklärung.

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