Syphilis-Infektion – Erkrankungen nehmen zu

Montag, 09.12.2013

In den letzten Jahren ist die Zahl der Syphilis-Fälle deutlich angestiegen. Ob mangelnder Verhütungsschutz schuld daran ist oder die Krankheit nur häufiger entdeckt wird, ist unklar.

Seit 2010 stecken sich wieder vermehrt Menschen mit Syphilis an. Zuvor war die Zahl der Neuerkrankungen relativ stabil geblieben beziehungsweise sogar etwas zurückgegangen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden alleine im Jahr 2012 4.410 Syphilis-Fälle bekannt – und damit 706 mehr als im Vorjahr.

Syphilis: Ein Männerproblem?

Vor allem in Berlin, Bremen und Hamburg wurden vermehrt Erkrankungen registriert. Aber auch in den restlichen Bundesländern stieg die Zahl der Syphilis-Fälle weiter an. Am häufigsten steckten sich dem RKI zufolge Männer beim Sex mit Männern (MSM) an – rund 80 Prozent der Infektionen sind vermutlich auf diesem Wege zustande gekommen. Das Durchschnittsalter der Erkrankten beträgt 40 Jahre und ist damit deutlich höher als bei anderen Geschlechtskrankheiten, mit denen sich überwiegend 20- bis 25-Jährige infizieren.

Dass auch immer mehr Syphilis-Fälle bereits im Erststadium bekannt wurden, ist dem Epidemiologischen Bericht des Robert-Koch-Instituts zufolge ein Hinweis darauf, dass sich die Krankheit tatsächlich ausbreite und der Anstieg der gemeldeten Erkrankungen nicht nur auf vermehrte Tests zurückzuführen sei. Auch habe sich die Zahl der erneuten Infektionen bei MSM innerhalb der letzten zehn Jahre beinahe verdoppelt. Daraus schlussfolgert das RKI, "dass es Gruppen von MSM gibt, die sich wiederholt mit Syphilis infizieren und die Verbreitung unter MSM erleichtern".

Syphilis-Erkrankung erhöht HIV-Risiko

Besonders wichtig ist eine frühzeitige Behandlung von Syphilis auch, weil sie sich offenbar in Verbindung mit einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus, kurz: HIV, ungünstig auswirkt. Denn Syphilis kann zu einer Immunaktivierung führen, aus der eine Vermehrung des HI-Virus resultiert. Dadurch steigt auch das Risiko, HIV weiterzugeben.  Das RKI empfiehlt deshalb, bei einer Diagnose von Syphilis auch immer einen HIV-Test durchzuführen, um eine Infektion mit dem Immunschwäche-Virus frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Auch die Partner der Betroffenen sollten sich testen lassen. Da Kondome einen wirksamen Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis und HIV darstellen, sieht das RKI auch in der Verwendung von Kondomen einen wichtigen Aspekt der Prävention.

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