Super-Orgasmus für 14 Millionen Euro? – Zu viel des Guten

Freitag, 16.05.2014

Bisher war Künstler Pictor Roy weitestgehend unbekannt – bis ein Bild namens "Orgasmus zur Hölle" unter den Hammer kam. Angeblich! Denn wie sich nun herausstellte, gab es nie eine Auktion.

Ein riesiger roter, erigierter Penis ziert das Orgasmus-Bild von Pictor Roy – einem bisher vergleichsweise unbekannten Künstler. Vorne aus der Eichel strömen etliche kleine Spermien, jedes von ihnen verziert mit einem kleinen Hitlerkopf. Als eine Art Überschrift prangen über dem Penis die Worte: "Orgasmus zur Hölle", begleitet von dem Satz: "1 Nanosekunde früher oder später: Es hätte 80 Millionen Leben gerettet!"

"Orgasmus zur Hölle" von Pictor Roy

100 x 150 Zentimeter soll das Gemälde auf Leinwand messen und an einen unbekannten Internetunternehmer aus Palo Alto versteigert worden sein – so zumindest berichtete unter anderem "bild.de". Versteigert wurde das Werk für umgerechnet 14 Millionen Euro von dem kleinen, aber feinen Auktionshaus "Only One Art Auction". So weit, so gut. Was jedoch niemandem auffiel: Das Auktionshaus als solches gibt es vermutlich gar nicht. Die Homepage existiert erst seit drei Wochen und ist auf eine uruguayische Adresse gemeldet, wie "bildblog.de" berichtet.

Auf der Auktionshaus-Seite wird außerdem nur ein einziger Künstler beworben – nämlich Pictor Roy – und auch nur ein einziges Bild – nämlich "Orgasmus zur Hölle". Der angebliche Bieter wird als "Mark Z." betitelt. Vielleicht eine Anspielung auf Mark Zuckerberg? Die nächste Auktion beginnt in rund zwei Wochen, dann wird sich zeigen, ob es sich bei der Seite tatsächlich um ein echtes Auktionshaus handelt oder nicht.

"Orgasmus"-Bilderreihe nur ein Fake

Zudem fiel offenkundig auch niemandem auf, dass das Foto des Künstlers, das im Internet kursierte, gar nicht Pictor Roy selbst war, sondern Ernest Hemingway – einer der bekanntesten US-amerikanischen Schriftsteller, der bereits seit 1961 nicht mehr unter uns weilt. Selbst die gesamte "Orgasmus"-Bilderstrecke, von der unterschiedliche Presseportale berichteten, gibt es nicht. Ob "Orgasmus zur Musik", "Orgasmus zum Sport" oder "Orgasmus zum Frieden": Offenbar alles frei erfundene Werke. Was Pictor Roy selbst, den es laut "bildblog.de" wirklich gibt, über seinen plötzlichen Ruhm sagt, ist bisher unbekannt.

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