Studie über Erotikfilme – Sind sie Beziehungskiller?

Montag, 05.08.2013

Fast jeder hat schon einmal einen Porno gesehen, vor allem viele Männer konsumieren Erotikfilme regelmäßig. Doch das kann sich Experten zufolge negativ auf die Beziehung auswirken.

Laut einer Umfrage des Magazins "Cosmopolitan" sind sich 90 Prozent der Beziehungsspezialisten einig, dass Erotikfilme an einer Zunahme von Beziehungsproblemen schuld sind. "Der Pornokonsum ist in den vergangenen Jahren zu einem großen, ernstzunehmenden Problem geworden", resümiert die Wiener Sexual- und Paartherapeutin Gerti Senger im Interview mit der Nachrichtenagentur pressetext. Dabei kommen mehrere negative Aspekte zusammen.

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Erotikfilme verändern die Wahrnehmung

"Unsere ästhetische Wahrnehmung hat sich geändert, seit die Pornografie mit dem leichten Zugang heute boomt", so Senger. Der Expertin zufolge verändern sich dadurch auch die Maßstäbe, die Männer bei ihrer Partnerin ansetzen. Dies spiegele sich sowohl in den Anforderungen wider, die Männer an das Aussehen einer Frau stellen, als auch in der Erwartungshaltung zum Ablauf der sexuellen Praktiken. "Männer glauben oft, die gezeigten bizarren Variationen ohne weiteren Erklärungsbedarf übernehmen zu können. Doch gelebte Sexualität beinhaltet im Unterschied zu den kurzen Pornovideos Beziehung", so die Sexualtherapeutin. Dass das zu beiderseitigem Frust führt, ist der Expertin zufolge eine logische Konsequenz. Denn Frauen fühlen sich von den Wünschen der Männer überfordert und die Männer wiederum bleiben unbefriedigt.
Dies führt dazu, dass Männer ihren Kick vermehrt und häufig auch heimlich aus Pornos ziehen. "Bei vielen führt dies zum schrecklichen Warten, bis die Frau schläft und sie zum Computer schleichen können. Manche gehen so weit, bei Restaurantbesuchen für Minuten auf die Toilette zu flüchten und sich über das iPhone zu befriedigen, während die Frau am Tisch wartet", weiß Gerti Senger aus ihrem therapeutischen Alltag.

Porno-Abstinenz hilft

Damit die Beziehung nicht unter falschen Erwartungshaltungen leidet, die Pornos auslösen können, hilft eigentlich nur eins. "Das Beste ist Porno-Abstinenz", so die Expertin. Vor allem in langjährigen Beziehungen, in denen das Sexleben eingeschlafen ist, fällt das den Männern jedoch besonders schwer. Einen Kompromiss könne Senger zufolge der gemeinsame kontrollierte Konsum von Erotikfilmen darstellen.

Um den eigenen Körper zu entdecken, bietet es sich an, in die Welt der Frauenerotik einzutauchen.

Frauen, die erotische Abenteuer vermissen, können lustvolle Momente auch allein erleben.

 

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