Statt Antibabypille – Verhütung via App

Dienstag, 05.11.2013

Ist die Antibabypille langsam out? Immer mehr Frauen setzen auf natürliche Verhütungsmethoden. Spezielle Smartphone-Apps sollen dabei unterstützend wirken.

Die Erfindung der Antibabypille gilt als Meilenstein in der sexuellen Revolution der Frau. Heutzutage beäugen viele Frauen die Verhütungsmethode jedoch kritisch. Zu oft wurden der Pille in den vergangenen Jahren zum Teil lebensbedrohliche Nebenwirkungen zugeschrieben. Gefährliche Thrombosen, Herzprobleme und Tumore an der Leber sind nur einige dieser zahlreichen möglichen Nebenwirkungen. Wer neben der Pille auch keine weiteren hormonellen Verhütungsmittel verwenden will, greift häufig wieder auf natürliche Verhütungsmethoden zurück. Mittlerweile gibt es verschiedene Apps, die dabei die Berechnung der fruchtbaren Tage übernehmen. 

Video: Die Verhütungskette - trendiges Verhütungsmittel?

Antibabypille oder natürliche Verhütung?

Für eine natürliche Verhütung werden die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage in einem Zyklus ermittelt. An den fruchtbaren Tagen wird mit einem Kondom verhütet, an den unfruchtbaren Tagen kann auf eine Verhütung verzichtet werden. So zumindest die Theorie. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Berechnung häufig gar nicht so einfach ist. Denn damit die Berechnung auch funktioniert, muss der Zyklus sehr regelmäßig sein, ebenso wie der Alltag. Stress und ein wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus bringen den Körper und somit auch den Zyklus durcheinander. Dann kann auch die Berechnung der fruchtbaren Tage schwierig werden. Vor allem bei jungen Frauen, bei denen sich der Zyklus noch nicht richtig eingespielt hat, birgt die natürliche Verhütung deshalb ein hohes Risiko, ungewollt schwanger zu werden. Deshalb ist die Antibabypille bei jüngeren Frauen auch häufig das Verhütungsmittel der ersten Wahl. 

So funktioniert die Verhütungs-App

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Wer sich aber für die natürliche Verhütung entscheidet, könnte von der Verhütungs-App profitieren. Denn je nach Ausführung wird die App mit ganz unterschiedlichen persönlichen Daten gespeist. Dazu gehören neben Gewicht und Größe auch Angaben zu der Stärke der Blutung und zum Gemütszustand. Wenn die App genug über ihre Anwenderin weiß, kann sie Prognosen für die fruchtbaren Tage in folgenden Zyklen geben. Ob sich die App wirklich als Verhütungsmethode eignet? Wie Spiegel Online berichtete, gebe es Petra Frank-Herrmann vom Zentrum für Natürliche Familienplanung der Universität Heidelberg zufolge bislang noch keine zuverlässigen Daten dazu. Viele Anwenderinnen sind aber offenbar von der Methode überzeugt. 

Sich intensiv und ausführlich über Verhütungsmittel zu informieren ist unumgänglich. Denn jede Frau hat Ihre eigenen Bedürfnisse.

Die Auswahl von Verhütungsmitteln auf dem Markt ist besonders groß. In Absprache mit Ihrem Arzt finden Sie sicherlich eines für Ihre Bedürfnisse.

 

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