"Spirale danach" – Verhütung nach dem Sex

Montag, 11.11.2013

Auch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr gibt es noch die Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Dazu kann beispielsweise die "Spirale danach" gelegt werden.

Hatten Sie auch schon einmal eine Verhütungspanne? Auch wenn Kondome, Antibabypille und andere Verhütungsmethoden einen relativ hohen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten – ausgeschlossen ist sie trotzdem nicht. Häufig sind Anwendungsfehler, die schnell und vor allem unbeabsichtigt passieren können, schuld an der Verhütungspanne. Wer dann auf Nummer sicher gehen möchte, hat die Möglichkeit der Notfallverhütung. Dafür gibt es neben der bekannten "Pille danach" auch die weniger populäre "Spirale danach". Sie besitzt eine hohe Wirksamkeit.

Notfallverhütung: "Spirale danach"

RTEmagicC_Vaginalring_photcase_TB_03.jpg.jpg

Die "Spirale danach" kann eine ungewollte Schwangerschaft verhindern, wenn sie innerhalb von fünf Tagen nach der Verhütungspanne eingesetzt wird. Eine Schwangerschaft kann dann mit 99-prozentiger Sicherheit verhindert werden. Für eine Notfallverhütung kommt jedoch nur die klassische Kupferspirale infrage – die Hormonspirale hingegen ist dafür nicht geeignet. Das in der Spirale enthaltene Kupfer verändert das Gebärmutter-Milieu und die Eileiter und führt so zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Spermien. So wird eine Befruchtung der Eizelle oder die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle in der Gebärmutter verhindert.

Das Einsetzen der "Spirale danach" empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie auch weiterhin mit der Spirale verhüten wollen. Diese greift im Gegensatz zu hormonellen Verhütungsmitteln nicht in den natürlichen Zyklus ein. Möchten Sie jedoch zukünftig nicht mit der Spirale verhüten oder verwenden Sie bereits ein anderes Verhütungsmittel, so ist die "Pille danach" im Notfall das Mittel der ersten Wahl.

Einsetzen etwas schmerzhafter

Üblicherweise wird die Spirale während der Menstruation und damit bei leicht geöffnetem Muttermund eingesetzt. Als Notfallverhütungsmittel wird die "Spirale danach" jedoch in den meisten Fällen außerhalb der Menstruation in die Gebärmutter eingebracht. Da der Muttermund dabei geschlossen ist, kann das Einsetzen etwas schmerzhafter sein als üblich. Eine Kupferspirale kostet etwa 30 bis 40 Euro zuzüglich der Gebühr, die der Arzt für das Einsetzen berechnet. Abhängig davon, um welche Art von Spirale es sich handelt und wie sie vertragen wird, kann das Verhütungsmittel etwa drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben.

Es gibt kurzfristige als auch langfristige Verhütungsmittel – der Vaginalring gehört zu den langfristigen und hormonellen Verhütungsmitteln.

Eine Schwangerschaft kann durch eine Vielzahl von Verhütungsmitteln verhindert werden: von der Pille über den Vaginalring bis hin zum Kondom.

 

Weitere Artikel

article
19318
"Spirale danach"
Verhütung nach dem Sex
Auch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr gibt es noch die Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Dazu kann beispielsweise die...
http://www.fem.com/liebe-lust/news/spirale-danach-verhuetung-nach-dem-sex
11.11.2013 15:18
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/liebe-lust/spirale-danach-verhuetung-nach-dem-sex/370011-1-ger-DE/spirale-danach-verhuetung-nach-dem-sex_contentgrid.jpg
Liebe & Lust

Kommentare