Spezielles Kondom für Analverkehr: Wie funktioniert es?

Freitag, 17.10.2014

In den USA wollen Kondom-Hersteller ein Produkt auf den Markt bringen, das geschützten Analverkehr noch sicherer und lustvoller machen soll: das Anal-Kondom.

Auch immer mehr heterosexuelle Paare finden Gefallen an Analverkehr. Doch die Sexpraktik birgt gewisse Risiken: Weil die Darmschleimhaut nicht so dehnbar ist wie die Schleimhäute der Vagina, kann es leicht zu Verletzungen kommen. Neben Schmerzen haben diese vor allem eine erhöhte Infektionsgefahr zur Folge. Denn Erreger von Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Syphilis, Tripper oder HIV können dadurch leichter in den Körper eindringen. Den besten Schutz davor bieten Kondome. Eine US-amerikanische Kondom-Firma will bald ein eigens für den Analverkehr konzipiertes Exemplar herausbringen.

So funktioniert das Anal-Kondom

Damit ein herkömmliches Kondom richtig sitzt, muss der Penis zunächst erigiert sein, bevor es übergezogen werden kann. Deshalb bedeutet die Verwendung eines solchen Kondoms auch immer eine kurze Unterbrechung des Liebesspiels. Manche Paare empfinden das als störend. Dadurch wird die Bereitschaft zur Benutzung von Kondomen mitunter deutlich gemindert. Insbesondere im Hinblick auf die steigende Infektionsrate von diversen Geschlechtskrankheiten entwickelte eine amerikanische Firma deshalb die Kondome, die beim Analverkehr nicht vom aktiven Partner getragen werden, sondern vom passiven.

Im Falle des Anal-Kondoms bedeutet das: Das Verhütungsmittel kann schon vor dem Sex in den Anus der empfangenden Person eingeführt werden. Dies geschieht mit einem speziellen Applikator, also einer Einführhilfe. Dadurch soll den Herstellern zufolge auch bei der Verwendung von Kondomen die Lust nicht auf der Strecke bleiben. Außerdem besteht das Anal-Kondom aus Silikon und soll daher noch reißfester sein als handelsübliche Latexkondome.

Mehr Lust auf geschützten Analverkehr?

Die Idee zu dem Kondom für Analverkehr kam Firmengründer Danny Resnic durch die weitverbreitete Kondom-Müdigkeit. "Das Latexkondom war einfach nur zum Schutz da. Niemand wollte es wirklich benutzen. Wir versuchen, ein Kondom herzustellen, das sich toll anfühlt und von Leuten gerne genutzt wird", erklärt Resnic laut "queer.de". Ob sich das Anal-Kondom aber in der Praxis tatsächlich besser anfühlt und sicheren Schutz vor Krankheiten darstellt, wird derzeit noch in klinischen Studien getestet.

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