Sind Verhütungscomputer zuverlässig? – Sex ohne Sorge?

Dienstag, 30.07.2013

Verhütungscomputer gehören mittlerweile zu den etablierten Methoden der Empfängnisverhütung. Doch die Unterschiede zwischen den Modellen sind groß.

Welches Verhütungsmittel Sie verwenden möchten, hängt von Ihrer eigenen persönlichen Einstellung, Ihrer Verträglichkeit, aber sicher auch dem Schutz der unterschiedlichen Verhütungsmethoden ab. Wer auf die Einnahme von Hormonen und die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel während des Geschlechtsverkehrs verzichten möchte, für den könnte ein Verhütungscomputer die richtige Wahl sein. Doch wie sicher sind die kleinen Geräte und wodurch unterscheiden sich die einzelnen Modelle?

Natürliche Verhütung mit dem Verhütungscomputer

Verhütungscomputer nutzen die Tatsache, dass Frauen nur an wenigen Tagen im Monat überhaupt fruchtbar sind und schwanger werden können. Der Verhütungscomputer kann ermitteln, ob der jeweilige Tag eben genau ein solcher ist oder Sie unverhüteten Geschlechtsverkehr haben können, ohne schwanger zu werden. Die Fruchtbarkeit kann dabei entweder über den Hormonstatus Ihres Körpers mittels einer Urinprobe oder aber über Ihre Körpertemperatur ermittelt werden. Bei beiden Modellen der Verhütungscomputer müssen jedoch regelmäßige Messungen stattfinden. Während die Prüfung des Hormonstatus nach vom Computer festgelegten Zeitpunkten erfolgen muss, ist die Temperaturmessung jeden Morgen notwendig. Bei beiden Methoden ist der Zeitpunkt aber entscheidend.

Die Sicherheit von Verhütungscomputern

Eine absolute Sicherheit der Verhütung mit dem Verhütungscomputer kann nicht gewährleistet werden. Sowohl der Hormonhaushalt als auch die morgendliche Temperatur können von vielen anderen Parametern als der Fruchtbarkeit beeinflusst werden. Stress oder Krankheiten können die Messwerte verändern und eventuell zu einem falschen Ergebnis führen. Ein weiterer Faktor ist die notwendige, regelmäßige Durchführung der Messungen zu ganz bestimmten Zeiten. Die Methode der Temperaturmessung wird als sicherer angesehen, als diejenige der Hormonermittlung. Der sogenannte Pearl-Index von Verhütungscomputern mit Hormonmessung beträgt etwa Sechs. Das bedeutet, dass von 100 Frauen, die diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden, sechs Frauen ungewollt schwanger werden. Wenn Sie eine Schwangerschaft also wirklich ausschließen möchten, sollten Sie auf zusätzliche Mittel zurückgreifen.

Jedes hormonelle Verhütungsmittel ist verschreibungspflichtig. Um diese zu erhalten sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

Ob Pille, Persona, oder Vaginalring: Wer nicht ungewollt schwanger werden möchte, sollte das Thema Verhütung ganz oben auf seine Prioritätenliste setzen.

 

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