"Shades of Grey" und Geschlechtskrankheiten – Besteht ein Zusammenhang?

Mittwoch, 04.06.2014

Laut einer Studie soll der Bestseller "Shades of Grey" für einen Anstieg von Infektionen mit Geschlechtskrankheiten verantwortlich sein – vor allem unter älteren Paaren.

Dr. Charlotte Jones und einige ihrer Kollegen vom Komitee der Allgemeinmediziner des Britischen Ärzteverbands haben den Roman "Shades of Grey" genauer untersucht und dabei eine interessante Entdeckung gemacht: Seit der Bestseller auf dem Markt ist, ist die Anzahl von älteren Patienten, die sich mit Geschlechtskrankheiten infizieren, deutlich angestiegen. Ist hierfür tatsächlich das Buch verantwortlich?

Geschlechtskrankheiten nehmen zu

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Seit "Shades of Grey" 2011 Einzug in die Bücherregale hielt, ist zumindest in Großbritannien eine deutliche Veränderung bei den Fallzahlen von sexuell übertragbaren Krankheiten zu verzeichnen, wie unter anderem das irische Newsmagazin "Independent" auf seiner Website berichtet. Diese Veränderung betrifft vor allem ältere Bevölkerungsgruppen. 

Laut den britischen Gesundheitsbehörden gab es in der Altersgruppe 65+ im Jahr 2011 insgesamt 1.281 Fälle von Infektionen mit Geschlechtskrankheiten – Chlamydien flossen allerdings nicht in diese Zahlen mit ein. 2012 stieg die Anzahl auf 1.374 an, was einer Zunahme von etwa sieben Prozent entspricht. In der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen verzeichnete England 2011 insgesamt 19.896 Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Ein Jahr später waren es bereits 20.445 Fälle.

Nachlässig wegen "Shades of Grey"?

Dr. Charlotte Jones sieht eine Erklärung für diesen Anstieg in der Wirkung, die "Shades of Grey" auf seine Leser hat. Das Buch schildere immer wieder Bondage- sowie sadomasochistische Sexszenen – und das sehr detailliert. Diese Passagen seien es, die vor allem ältere Paare dazu ermutigen, im Schlafzimmer ein paar neue Dinge auszuprobieren. Doch dabei vergessen sie offenbar das Wichtigste: die Verhütung. "Wenn es um geschützten Sex geht, denken wir meist vorrangig an junge Menschen", erklärt Dr. Jones. "Aber inzwischen gibt es diesen 'Shades of Grey'-Effekt, der ältere Leute dazu animiert, experimentierfreudiger zu werden, sie aber Dinge wie ein Kondom vergessen lässt." Dabei sollte jeder an Safer Sex denken – und zwar in jedem Alter. Das Kondom spiele dabei die wichtigste Rolle, so Jones.

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