Sexspielzeug für Muslime - Beate Uhse in Mekka

Samstag, 21.06.2014

Die Sexspielzeug-Firma Beate Uhse setzt auf den internationalen Markt. Demnächst wollen die Sextoy-Hersteller auch Scharia-konforme Spielzeuge für Muslime vertreiben.

Rund um die Welt wächst der Markt für Sexspielzeug. Das hat auch das Flensburger Erotik-Unternehmen Beate Uhse erkannt. Die Firma, die seit mehr als 60 Jahren mit Sexspielzeug, Reizwäsche, Kondomen und Erotikvideos ihr Geld verdient, will jetzt auf den muslimischen Markt expandieren. Dafür müssen die Produkte mit den Regeln der Scharia, dem traditionellen muslimischen Recht, konform sein – was den Konzern vor spezielle Herausforderungen stellt.

Sexspielzeug nach Scharia-Regeln

Wie "stern.de/dpa" berichtet, plant Beate Uhse dafür eine Kooperation mit dem islamischen Internet-Sexshop El Asira aus den Niederlanden. El Asira-Gründer Abdelaziz Aouragh teilte mit, dass sein Unternehmen über Beate Uhse nun 18 Produkte vertreibt, die den Regeln der Scharia entsprechen. Das traditionelle religiöse Recht des Islams basiert auf dem Koran und schreibt unter anderem bestimmte Hygiene- und Ernährungsregeln vor. Laut der Berichte von "focus.de/dpa" bietet der Internet-Sexshop bisher zum Beispiel Cremes und Öle an, die frei von Alkohol und Gelatine sind und damit den traditionellen Ernährungsregeln entsprechen. Pornografie und Sexspielzeug wie Dildos und Co. verstoßen allerdings gegen die Scharia – dementsprechend sollen sie durch die Beate Uhse-El Asira-Kooperation auch nicht vertrieben werden.

Demnächst eine Filiale in Mekka?

Mit etwa 1,57 Milliarden Anhängern ist der Islam heute nach dem Christentum (ca. 2,26 Milliarden) derzeit die zweitgrößte Weltreligion. Dementsprechend sei das Potenzial des muslimischen Marktes "riesig", so El Asira-Chef Aouragh. Vor vier Jahren wurde das kleine Unternehmen gegründet, 2012 kam dann das erste Angebot von Beate Uhse für eine Zusammenarbeit. Schließlich ist der Flensburger Erotik-Gigant, der 1951 von der Pilotin Beate Uhse als Vertrieb für Verhütungsmittel gegründet wurde, mittlerweile in elf europäischen Ländern vertreten.

Als nächsten Schritt ihrer Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen jetzt über die Eröffnung einer Filiale für Scharia-konforme Erotikartikel nachdenken. Wenn es nach Aouragh geht, könnte diese Filiale sogar in der islamischen Pilgerhauptstadt Mekka in Saudi-Arabien entstehen. Schließlich pilgern jedes Jahr etwa 2,5 Millionen Muslime in die Geburtsstadt des Propheten Mohammed, die Wallfahrt zum Heiligtum der Kaaba gehört zu den fünf Säulen des Islam.

Sexspielzeug für Muslime Beate Uhse in Mekka

Sexspielzeug bald für Muslime - der Erotikriese Beate Uhse möchte auch auf dem muslimischen Markt Sexspielzeug vertreiben.

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