Sexpraktiken à la Shades of Grey: Gefahr bei Atemreduktion

Montag, 30.09.2013

Seit "Shades of Grey" sind Bondage und SM-Praktiken voll im Trend. Die Gefahren der Sexpraktiken werden dabei oft außer Acht gelassen – besonders bei der Atemreduktion.

In "Shades of Grey" wird unbeachtet gelassen, dass es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, die nicht selten mit dem Tod enden – vor allem beim Praktizieren der Atemreduktion. Den meisten fehlt das nötige Know-How.

Atemreduktion: Unterschätzen Sie die Risiken nicht

Wer die Atemreduktion als sexuelles Lustmittel einsetzen möchte, sollte sich bewusst sein, was für eine Gratwanderung diese Praktik darstellt. Zunächst einmal: Was ist überhaupt die Atemreduktion beziehungsweise Atemkontrolle? Es geht darum, dass der passive Partner in seiner Atmung beeinträchtigt oder diese gar gänzlich unterbrochen wird. Durch die Atemreduktion kommt es zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, was einen Anstieg des Kohlendioxids zur Folge hat. Das wiederum regt die Adrenalinausschüttung an und ist für viele sehr erregend.

Doch Vorsicht: Das Blockieren oder die Kompression der Atemwege kann bei zu langem Praktizieren schwere Folgen haben. Wenn das Gehirn zu lang am Stück oder zu häufig in Folge einer Sauerstoffunterversorgung ausgesetzt ist, kann das zu einer Gehirnschädigung führen, die im schlimmsten Fall irreversibel ist.

"Shades of Grey"-Praktiken und ihre Gefahren

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Eine andere Gefahr ist der sogenannte Karotis-Sinus-Reflex. Auslösen lässt sich dieser durch das Abdrücken der Halsschlagader an der Karotisgabel. Die Sensoren, die sich an dieser Stelle befinden, überprüfen regelmäßig den Blutdruck. Beim Abdrücken der Gabel registrieren die Sensoren den erhöhten Blutdruck und übertragen ihn auf den gesamten Körper. Folge: Die Herzfrequenz sowie der Blutdruck werden gesenkt – im schlimmsten Fall kann es jetzt zum Herzstillstand kommen. Wer ohnehin schon am Karotis-Sinus-Syndrom leidet, sollte unbedingt die Finger von dieser Sexpraktik lassen.

Bei Atemreduktions-Praktiken werden Gehirn und Herz enorm beansprucht und großen Gefahren ausgesetzt. Vor allem wenn die Atemkontrolle zu lang vollzogen wird, kann es zu schwerwiegenden Schädigungen kommen. Informieren Sie sich also genauestens über die Risiken dieser Praktik à la "Shades of Grey".

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