Sex nach der Geburt – Verhütung in der Stillzeit

Dienstag, 16.07.2013

Stillen gilt zwar als natürliche Verhütungsmethode nach der Geburt, ist aber für einen sicheren Schutz nicht ausreichend. Wer nicht auf Kondome setzt, sollte wichtige Hinweise beachten.

Warum Stillen als Verhütung nicht ausreicht

Eines ist richtig: Wenn Sie Ihr Baby stillen, wird Ihr Eisprung für einen begrenzten Zeitraum unterdrückt. Das ist der Weg der Natur, um eine erneute Schwangerschaft gleich im Anschluss an die Geburt zu verhindern. Schließlich soll sich die frisch gebackene Mama zunächst auf ihr jüngstes Kind konzentrieren können. Für den ausbleibenden Eisprung sorgt dabei das Hormon Prolaktin, das bei stillenden Müttern in einer sehr viel höheren Konzentration ausgeschüttet wird als bei anderen Frauen.

Um ein ausreichendes Level an Prolaktin zu erreichen, das zur Verhütung nach der Geburt ausreicht, muss eine Frau ihr Baby allerdings mindestens alle vier Stunden stillen. Nur dann wird der Eisprung wirklich unterdrückt, erklärt die Gynäkologin Jutta Pliefke in der Tageszeitung "Der Westen". So können junge Mütter also theoretisch bei Sex nach der Geburt nicht schwanger werden, sicherheitshalber, sollten sie jedoch trotzdem verhüten.

Verhütung bei Sex nach der Geburt

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Frauenarzt – am besten gleich bei der ersten Nachsorgeuntersuchung nach der Entbindung. Geht es um Sex nach der Geburt, empfiehlt dieser häufig eine Pille ohne Östrogen. Vor allem stillende Mütter sollten darauf achten, dass ihre Pille dieses Hormon nicht enthält, da es die Milchmenge im Körper reduzieren kann. Auch Spiralen oder Diaphragmas kommen zur Verhütung nach der Geburt infrage – allerdings sollten Sie mindestens sechs bis acht Wochen abwarten, damit sich Ihr Körper ausreichend von der Entbindung erholen kann. Wenn Sie auf ein Diaphragma zurückgreifen, stellen Sie sicher, dass es auch weiterhin den gesamten Muttermund verdeckt. Denn der Körper verändert sich nach der Geburt und es kann sein, dass Ihr altes Diaphragma nicht mehr passt.

Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

 

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