Selbstbefriedigung ja, Sex nein – Ist Testosteron schuld?

Freitag, 31.01.2014

Frauen, die einen hohen Testosteronspiegel haben, neigen häufiger zur Selbstbefriedigung als andere. Bei Männern hat das Hormon aber offenbar keinen Einfluss auf das Verlangen nach Sex.

Die Lust auf Sex muss nicht einhergehen mit der Lust auf Selbstbefriedigung. Das zumindest lässt eine Studie der University of Michigan vermuten, die im Journal "Archives of Sexual Behaviour" veröffentlicht wurde. Wie "Live Science" berichtet, kam die Forscherin Sari van Anders zu dem Schluss, dass ein hoher Testosteronspiegel bei Frauen zwar zu weniger Lust mit dem Partner führe, den Drang nach Selbstbefriedigung allerdings sogar verstärke.

Selbstbefriedigung in festen Beziehungen

 

Für ihre Studie teilte van Anders Fragebögen an knapp 200 Freiwillige der Universität aus – 54 Prozent von ihnen waren Männer, 46 Prozent Frauen. Zunächst füllten alle Probanden diesen Fragebogen aus. Mit diesem wollten die Forscher herausfinden, wie es den Männern und Frauen in ihren derzeitigen Beziehungen generell geht. Neben Fragen wie "Wie glücklich sind Sie allgemein?" und "Wie selbstbewusst gehen Sie mit Ihrem Körper um?" wurde auch das sexuelle Verlangen hinterfragt. Wie oft hatten die Studienteilnehmer Sex mit ihrem Partner und wie oft zogen sie die Selbstbefriedigung vor?
Um die Antworten auf den Fragebögen mit den Testosteronspiegeln der Probanden in Verbindung zu bringen, gaben alle Teilnehmer zusätzlich eine Speichelprobe ab. Diese wurde dann nicht nur auf Testosteron untersucht, sondern auch auf Cortisol – ein Hormon, das vermehrt in Stresssituationen ausgeschüttet wird.

Mehr Testosteron, mehr Selbstbefriedigung?

Bei den Männern stellte sich heraus, dass der Testosteronspiegel offenbar keinen Einfluss auf ihr sexuelles Verlangen hat – unabhängig davon, ob es um Sex mit der Partnerin oder Selbstbefriedigung ging. Testosteron ist also wahrscheinlich nicht – wie viele Tierstudien vermuten lassen – ausschlaggebend für die sexuelle Lust bei Männern. Bei den Frauen wiederum zeigten die Ergebnisse, dass ein höherer Testosteronspiegel auch mit mehr Lust auf Selbstbefriedigung – nicht aber auf Sex mit dem Partner – einherging.

Laut van Anders bestätigen diese Ergebnisse die Resultate anderer Studien, die etwa belegen, dass Frauen in Langzeitbeziehungen eine geringere Menge Testosteron besitzen, als Single-Frauen. Das wiederum könne damit zusammenhängen, dass das Verlangen nach einem Partner eher damit verbunden ist, jemandem nah sein zu wollen, als einfach nur Sex zu haben.

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31.01.2014 17:15
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