Schwangerschaftsanzeichen: Ausgeprägter Geruchssinn

Donnerstag, 22.05.2014

Hypersomie gehört zu den verbreiteten Schwangerschaftsanzeichen: Der vorübergehend besonders stark ausgeprägte Geruchssinn schützt Frauen vermutlich vor Vergiftungen.

Plötzlich riecht vieles viel intensiver als zuvor oder eigentlich als angenehm empfundene Gerüche sind plötzlich abstoßend. Diese Veränderungen zählen zu den Schwangerschaftsanzeichen, deren Ursache Wissenschaftler bis heute nicht genau klären konnten. Laut einer Studie der Universität Dresden ist der Geruchssinn nachweislich nicht sensibler als bei anderen Personen, allerdings ist es denkbar, dass das Gehirn die Informationen anders verarbeitet.

Sind wieder einmal die Hormone schuld?

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Wie bei vielen anderen Schwangerschaftsanzeichen vermuten die Wissenschaftler, dass auch bei den sich verändernden Sinneswahrnehmungen die Hormone ursächlich sind. So etwa auch der Geruchsforscher Prof. Dr. Hanns Hatt. In einer Radiosendung des "SWR2" sagte er zu diesem Thema: "Nach allen Erkenntnissen, die die Wissenschaft bis heute gewonnen hat, basiert das auf den hormonellen Veränderungen. Denn Hormone wirken ja in unserem Körper nicht nur auf Gewebe – zum Beispiel im Genitaltrakt –, wo sich die Schwangerschaft auswirkt, sondern beispielsweise auch auf die Riechschleimhaut in der Nase. Die Hormone verändern die Struktur dieser Schleimhaut und damit auch ein bisschen deren Sensitivität, deren Empfindlichkeit."

Schwangerschaftsanzeichen als Schutz?

Schwangere Frauen, deren Geruchssinn besonders empfindlich ist, reagieren auf zahlreiche Gerüche mit Übelkeit. Hinter dieser Reaktion verbirgt sich womöglich eine natürliche Schutzfunktion des Körpers. Experten gehen davon aus, dass vor allem Gerüche von potenziell für das ungeborene Kind schädlichen Lebensmitteln als besonders unangenehm wahrgenommen werden. Darunter befinden sich etwa Kaffee, Fleisch, Gemüse und Alkohol: Koffein, Ethanol und gesundheitsgefährdende Stoffe in rohem Fleisch oder ungewaschenem Gemüse bergen tatsächlich eine Gesundheitsgefahr für das Baby. Denkbar ist außerdem, dass der ausgeprägte Geruchssinn ein genetisch bedingtes Schwangerschaftsanzeichen ist.

Doch die Gerüche, die werdende Mütter als unangenehm empfinden, können individuell variieren und manche Frau sogar vom Autofahren abhalten. "Neulich habe ich eine Frau kennengelernt, die mir erzählte, dass für sie als Schwangere der Geruch eines Neuwagens viel zu intensiv war und ihr sofort übel geworden ist. Dabei wird ja gerade dieser Geruch von vielen als angenehm empfunden. Da sieht man, wie sich so etwas auswirken kann", berichtete Dr. Hatt in der Radiosendung.

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