Schwangerschaft Risiko Wassergeburt?

Dienstag, 01.04.2014

Wenn sich die Schwangerschaft dem Ende nähert, steht die Frage im Raum, auf welche Weise das Kind zur Welt kommen soll. Bisher war die Wassergeburt eine beliebte Methode…

Die Schwangerschaft ist geprägt von der Vorfreude auf das Kind, aber auch mit Einschränkungen verbunden. Eine sanfte Geburt für Mutter und Kind kommt da gerade recht. Die Wassergeburt genoss lange Zeit einen guten Ruf, etwa weil das warme Wasser die Schmerzen der werdenden Mutter lindert. Doch wie "Der Tagesspiegel" berichtet, warnen US-Forscher nun vor der Niederkunft im Gebärbecken. Keime könnten die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden.

Sanftes Schwangerschaftsende mit Gesundheitsrisiko

Die Wissenschaftler des "American College of Obstetricians and Gynecologists" sowie der "American Academy of Pediatrics" verweisen darauf, dass die Wassergeburt nur in der ersten Phase der Geburt einen Vorteil für Mütter bieten könne, also in der Phase, in der das Kind den Mutterleib noch nicht verlässt. Ist die medizinische Überwachung sichergestellt, spricht die schmerzlindernde Wirkung für das Wasserbad.

In der sogenannten Austreibungsperiode stehen dagegen zwei Risiken im Fokus der Wissenschaft. So können Keime im Wasser Infektionen bei Mutter und Kind begünstigen. Hinzu komme der Irrglaube, dass jedes Neugeborene über einen ausgeprägten Tauchreflex verfüge, der verhindert, dass das Baby Wasser einatmet. Vor allem bei gestressten und geschwächten Kindern könne dieser aussetzen, sodass Wasser in die Lunge gerät. Ist dieses auch noch mit Keimen belastet, besteht eine ernsthafte Gesundheitsgefahr.

Schwangerschaft: Hat die Wassergeburt Vorteile?

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Neben dem entspannenden sowie schmerzlindernden Effekt durch ein Wasserbad in der ersten Phase der Geburt lässt sich außerdem beobachten, dass sich das Finale der Schwangerschaft um eine halbe Stunde verkürzen lasse. Ansonsten konnten bisher keine Vorteile der Wassergeburt gegenüber einer normalen Geburt wissenschaftlich nachgewiesen werden. Eine Studie, nach der Mütter nach einer Wassergeburt zufriedener waren, steht bislang ohne breite Bestätigung im Raum.

Die Experten raten deshalb dazu, die Wassergeburt nur im Rahmen von wissenschaftlichen Studien durchzuführen. Schwangere müssten ausführlich über die Risiken aufgeklärt werden, und eine medizinische Betreuung müsse gewährleistet sein.

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