Schwanger werden in Führungsetage – Rückkehr erschwert

Montag, 17.02.2014

Frauen, die in Führungspositionen schwanger werden, haben es bei der Rückkehr in den Beruf meist besonders schwer. Häufiges Problem: Arbeitskollegen und Arbeitszeiten.

Die Rückkehr in den Beruf nach einer Schwangerschaft ist für viele Frauen nicht leicht. Wenn Frauen in einer Führungsposition schwanger werden, sind die Hürden bei der Rückkehr aber häufig noch viel höher. Trotz der gesetzlichen Regelungen in Deutschland ist der Wiedereinstieg für Managerinnen besonders hart, weiß auch Sabine Hockling zu berichten: "Denn die Öffnungszeiten von Krippen, Kitas und Tagesmüttern sowie das Schulsystem in Deutschland stellen Arbeitnehmer vor eine große Herausforderung", schreibt die Autorin des Bestsellers "Ratgeber Arbeitsrecht" in einer Kolumne der "Zeit".

Kollegen reißen sich um die freie Stelle

Hinzu kommt, dass die frei werdende Führungsposition, wenn Frauen schwanger werden, sogleich hart umkämpft ist. Vor allem die männlichen Kollegen gehen zudem davon aus, dass die Stelle nicht nur auf Zeit, sondern dauerhaft neu zu besetzen ist. Und damit liegen sie häufig richtig, denn eine durchdachte Strategie, bei der die Mutter später dieselbe Stelle wieder bekleidet, ist eher selten.

Je länger die Auszeit dauert, wenn Frauen schwanger werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie die gleiche Position auch nach Mutterschutz und gegebenenfalls Elternzeit auch wieder besetzen. Die Angst um den Job führt nicht selten dazu, dass Frauen in Führungspositionen auf Nachwuchs verzichten. Alternativ planen sie, die Auszeit so kurz wie möglich zu halten. Das heißt, sie überlassen die Betreuung des Kindes nach der Geburt beispielsweise der Familie – eine Entscheidung, die viele nur widerwillig treffen.

Schwanger werden oder Führungsposition

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Vor einem Problem stehen auch viele Frauen, die schwanger werden und gleichzeitig eine Stelle mit großer Verantwortung angeboten bekommen oder sich darum bewerben wollen. Sollten sie ihrem Chef etwas von ihrer Familienplanung erzählen? Dem Gesetz nach ist sie dazu nicht verpflichtet. Doch wird man es ihr negativ auslegen, wenn sie wenig später eine lange Auszeit verlangt?

Sabine Hockling fordert von den Arbeitgebern, dass sie ihre Mitarbeiterpolitik überdenken. Schließlich verlieren sie mit der heute oft üblichen Handhabe eine wertvolle Arbeitskraft – entweder für eine Stelle, welche die Mutter unterfordert, oder an einen anderen Arbeitgeber.

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