Schwanger werden bei Stress – Chancen stehen schlecht

Montag, 07.04.2014

Wer schwanger werden will, sollte sich für die Familienplanung ein stressfreies Zeitfenster aussuchen. Denn Stress ist laut einer Studie der große Feind einer erfolgreichen Empfängnis.

Die Erkenntnis mag für viele nicht neu sein: Um schwanger werden zu können, sollten Frauen Stress möglichst vermeiden. Laut einer US-Studie sinkt die Wahrscheinlichkeit auf Familienzuwachs durch Stress sogar um bis zu 30 Prozent. Zuvor war nicht genau klar, ob Frauen seltener schwanger werden, weil sie hohem Stress ausgesetzt waren, oder ob die nachgewiesenen Stressmarker das Resultat einer ausbleibenden Schwangerschaft waren.

Stressmarker geben Aufschluss

Forscher der Ohio State University in Columbus gingen der Sache auf den Grund und konnten laut einem Bericht des "Focus/dpa" nachweisen, dass bei der Frage nach dem Huhn und dem Ei tatsächlich der Stress ausschlaggebend ist für das Ausbleiben einer Schwangerschaft. Die Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Human Reproduction".

Insgesamt nahmen 373 Frauen, die schwanger werden wollten, an der Studie teil. Sie befanden sich im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Voraussetzung war, dass keine von ihnen offensichtliche Voraussetzungen mitbrachte, die eine Schwangerschaft verhinderten oder erschwerten. Alle Probandinnen mussten zu Beginn der Studie eine Speichelprobe abgeben, anhand derer sich ihr Stresspegel feststellen ließ. Ausschlaggebend waren zwei sogenannte Stressmarker im Speichel: Cortisol und Alpha-Amylase.

Schwanger werden? Stress lass nach!

Als entscheidend für die ausbleibende Schwangerschaft identifizierten die Forscher Alpha-Amylase. Einen Einfluss von Cortisol konnten sie nicht nachweisen. Bei denjenigen Frauen, bei denen sich eine hohe Konzentration von Alpha-Amylase nachweisen ließ, lag die Chance, dass die Frauen schwanger wurden, um gut 30 Prozent niedriger als bei solchen mit geringer Konzentration.

Noch deutlicher wurde der Einfluss von Stress, als die Forscher den Zeitraum von einem Jahr betrachteten: Die Wahrscheinlichkeit, dass es selbst nach 365 Tagen noch nicht mit dem Nachwuchs geklappt hatte, war bei den gestressten Frauen doppelt so hoch.

Wer sich ein Baby wünscht, sollte sich also weder selbst unter Druck setzen, noch eine Lebensphase für die Familienplanung auswählen, die von jobbedingtem oder andersartigen Stress geprägt ist. Im Zweifel können ganz individuelle Entspannungsübungen Frauen, die schwanger werden möchten,  dabei helfen, den Stresspegel zu senken.

Jedes hormonelle Verhütungsmittel ist verschreibungspflichtig. Um diese zu erhalten sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

Ob Pille, Persona, oder Vaginalring: Wer nicht ungewollt schwanger werden möchte, sollte das Thema Verhütung ganz oben auf seine Prioritätenliste setzen.

 

Weitere Artikel

article
37621
Schwanger werden bei Stress
Chancen stehen schlecht
Wer schwanger werden will, sollte sich für die Familienplanung ein stressfreies Zeitfenster aussuchen. Denn Stress ist laut einer Studie der große Fe...
http://www.fem.com/liebe-lust/news/schwanger-werden-bei-stress-chancen-stehen-schlecht
07.04.2014 15:02
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/additional-import/liebe-lust/articles/schwanger-werden-bei-stress-chancen-stehen-schlecht/547890-1-ger-DE/schwanger-werden-bei-stress-chancen-stehen-schlecht_contentgrid.gif
Liebe & Lust

Kommentare