Einnistungsblutung: Frühes Schwangerschaftsanzeichen

Dienstag, 09.02.2016

Eine Einnistungsblutung ist ein häufig übersehenes Schwangerschaftsanzeichen, da sie in einem ähnlichen Zeitraum auftritt wie die Menstruation der Frau. Was eine Einnistungsblutung ist und wie du sie von deiner Periode unterscheiden kannst, verraten wir dir hier.

Du versuchst schwanger zu werden und fürchtest mit Grauen den Zeitraum deiner nächsten anstehenden Periode. Und schwupps, schon ist sie wieder da und ein weiterer Monat der Versuche scheint vergebens gewesen zu sein. Oder vielleicht doch nicht? Denn auch in der Frühschwangerschaft kann eine Blutung auftreten. Die sogenannte Einnistungsblutung wird von vielen Frauen als Menstruation missdeutet, kann aber eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen sein.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Jeden Monat bereitet der weibliche Körper die Gebärmutter durch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eis vor. Kommt es jedoch nicht zu einer Befruchtung, stirbt die Eizelle ab und die Schleimhaut wird mit Hilfe der Menstruationsblutung wieder abgestoßen. Im Falle einer erfolgreichen Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein, diese wird also nicht abgestoßen, sodass es folglich zu keiner Menstruationsblutung kommt. Stattdessen können aber andere Arten von Blutungen auftreten. Eine davon ist die Einnistungsblutung. Verursacht die befruchtete Eizelle während ihrer Einnistung leichte Schäden an Blutgefäßen, können ein Ziehen im Unterleib und eine leichte Blutung die Folge sein. Mit einer Periode hat diese Blutung also nichts gemein.

Um nun herauszufinden, um welche Art von Blutung es sich handelt, kannst du einige Merkmale heranziehen, die sich bei beiden Blutungen unterscheiden.

Einnistungsblutung oder Menstruation?

Üblicherweise hält eine Einnistungsblutung nur zwei bis maximal vier Tage an. Eine Ausnahme kann hier eine Mehrlingsschwangerschaft bilden, bei der die Blutung bis zu sieben Tagen andauern kann. Die Menstruation hingegen zieht sich mit durchschnittlich vier bis sieben Tagen in der Regel etwas länger hin.

Ein weiterer Unterschied: Während die Blutmenge bei der Periode zu Beginn meist schwächer ist, dann in den ersten beiden Tagen zunimmt und schließlich wieder abnimmt, ist die Menge der Einnistungsblutung in der Regel gleichbleibend und insgesamt deutlich schwächer. Außerdem ist das Blut meist hellrot und nicht wie bei der Menstruation eher dunkelrot bis bräunlich.

Weitere frühe Schwangerschaftsanzeichen

Neben der Einnistungsblutung gibt es noch einige andere, frühe Schwangerschaftsanzeichen. Unter anderem gehört die allseits bekannte Morgenübelkeit zu diesen Zeichen. Die Übelkeit, die in nicht wenigen Fällen auch mir Erbrechen einhergeht, tritt in der Regel zwischen der fünften und zwölften Schwangerschaftswoche auf und klingt im Normalfall danach wieder ab, heißt es auf dem Portal des Berufsverbandes der Frauenärzte, frauenaerzte-im-netz.de.

Dein Körper wird nach der Befruchtung der Eizelle zudem vermehrt das Schwangerschaftshormon hCG ausschütten. Das kann unter anderem dafür sorgen, dass du häufiger als sonst Harndrang verspürst. Vermehrte Toilettengänge können also neben der Einnistungsblutung ebenfalls ein Zeichen für eine Schwangerschaft sein.

Hormonelle Blutungen können ein weiteres Anzeichen für eine Schwangerschaft sein und treten in Form einer Schmierblutung auf. Diese Art der Blutung fällt für gewöhnlich auf den Zeitraum der eigentlichen Periode und tritt aufgrund der Umstellung des Hormonhaushalts auf. Ähnlich wie bei der Einnistungsblutung ist die Verwechslungsgefahr mit der Menstruation groß, wenn man keine Schwangerschaft erwartet.

Auch geschwollene und schmerzende Brüste können ein Hinweis auf andere Umstände sein. Aber Vorsicht, ein schmerzender Busen kann auch auf Hormonschwankungen zurückzuführen sein, die nichts mit einer Schwangerschaft zu tun haben.

Einnistungsblutung

Selbst die vermeintliche Einnistungsblutung kann sich im Nachhinein natürlich als Schmierblutung herausstellen, die nichts mit einer Schwangerschaft zu tun hatte. Daher empfehlen wir dir, einen Schwangerschaftstest zu machen oder gleich deinen Frauenarzt aufzusuchen, wenn du vermutest, schwanger zu sein. Ab wann Test und Arzt dir Auskunft über eine mögliche Schwangerschaft geben können, haben wir hier für dich zusammengefasst.

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