Scheidenpilz durch Vaginalpiercing?

Sonntag, 13.09.2015

Intimpiercings wie Klitorisvorhaut- oder Klitorispiercing erfreuen sich zunehmender Nachfrage. Aber nicht nur die Frauen- beziehungsweise die Männerwelt findet das kleine Schmuckstück anziehend. Auch Pilzbakterien scheinen Vaginalpiercings zu lieben und verursachen daher oft Scheidenpilz. Hier erfahren Sie die Gründe und was Sie dagegen unternehmen können.

Das Tragen von Intimschmuck hat für viele Frauen neben der Funktion als Körperschmuck und Individualisierung den Effekt beim Geschlechtsverkehr zusätzliche Reiz- und Luststeigerung zu empfinden. In manchen Fällen kann ein Vaginalpiercing mit Komplikationen wie Schwellungen, bakteriellen Infektionen, Blutungen, veränderter Sensibilität oder chronischem Schmerz verbunden sein.

Vaginalpiercings können Scheidenpilz verursachen

Ein Piercing, unabhängig von der Körperregion, ist eine offene Wunde und stellt somit einen möglichen Angriffspunkt für schädliche Bakterien, Viren, Keime und Scheidenpilz dar. Die gepiercte Klitoris oder Klitorisvorhaut kann bluten, anschwellen und sich entzünden. Deswegen sind Sauberkeit und eine sorgfältige und richtige Intimpflege der betroffenen Stelle die Grundlage für eine gute Wundheilung.

Frauen mit Vaginalpiercing sind oft anfälliger für Scheidenpilzprobleme, denn die Wundstelle im Genitalbereich schafft ein feuchtes Milieu für die Vermehrung von Bakterien und Erregern. Hat sich der Scheidenpilz an dem Piercingschmuck verbreitet, ist es für die betroffenen Frauen oft schwer, sich von der Infektion zu befreien. Frauen, die oft unter wiederkehrenden Scheidenpilzinfektionen leiden, sollten daher besser auf Vaginalpiercing verzichten.

Zeit für Heilungsprozess schützt vor Scheidenpilz

Um den Scheidenpilz nicht herauszufordern, sollten Sie dem Heilungsprozess seine Zeit lassen. Geben Sie Ihrer Vagina nach dem Stechen mindestens zwei bis drei Wochen Zeit sich zu regenerieren und verzichten Sie zunächst auf Sex. Gerade bei Vaginalpiercings dauert die Heilung sehr lang, besonders der Stichkanal benötigt manchmal sogar vier bis zwölf Wochen. Die Dauer ist sehr stark abhängig von der Einstichstelle und dem eigenen Immunsystem. Auf keinen Fall sollten Sie den Intimschmuck während der Heilung entfernen, denn die gepiercte Stelle kann schnell zuwachsen.

Scheidenpilz vor, während und nach dem Sex vorbeugen

Bis das Intimpiercing vollständig abgeheilt ist, sollten Sie beim Sex immer ein Kondom verwenden. Wenn die Wunde später verheilt ist, ist es sinnvoll, das Piercing jedes Mal nach dem Sex vorsichtig zu reinigen, damit Sperma, Scheidensekret, Speichel oder Gleitgel nicht in den Stichkanal gelangen und ihn entzünden. Denn Sex, mangelhafte oder übertriebene Hygiene und die falschen Intimpflegeprodukte können hier ebenso eine Infektion mit Scheidenpilz verursachen. Vermeiden Sie es während der Wundheilung außerdem in die Sauna, Schwimmbad, Meer oder ins Solarium zu gehen. Achten Sie auch auf eine gesunde Ernährung und atmungsaktive Kleidung, um die Heilung der Wundstelle zu unterstützen.

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Bei einem Intimpiercing besteht Gefahr auf Scheidenpilz!

Scheidenpilz hat zahlreiche Auslöser, aber dass auch ein Vaginalpiercing Grund für eine Pilzinfektion sein kann, wissen die wenigstens. Hier erfahren Sie mehr dazu.

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