Rückkehr zur Spirale – Spirale beliebter als "Pille"

Mittwoch, 04.12.2013

Lange Zeit galt die Antibabypille als das beliebteste Verhütungsmittel. In Frankreich ist aber nun ein anderes Verhütungsmittel wieder im Kommen: die Spirale.

Mehr als eine Million Französinnen sollen innerhalb des letzten Jahres die Antibabypille abgesetzt haben – das berichtet die in Frankreich ansässige "Nationale Agentur für Medikamentensicherheit" (ANSM). Stattdessen entscheiden sich immer mehr von ihnen für die Verhütung mit der Spirale. Dass die Spirale mittlerweile häufig das Verhütungsmittel der ersten Wahl ist, hat vor allem einen Grund: die Negativschlagzeilen, welche die Antibabypille in den letzten Jahren immer wieder gemacht hat.

Wie gefährlich ist die Antibabypille?

 

Besonders seit dem Fall der jungen Französin Marion Larat steht die Antibabypille im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Nach einem Hirnschlag leidet die 24-Jährige auch heute noch unter Lähmungserscheinungen und einer Sprachstörung. Mit ursächlich für die Erkrankung soll die Einnahme der Antibabypille gewesen sein. Auch Thrombosen, Lungenembolien oder Infarkte gehören zu den Risiken, die die Einnahme der "Pille" mit sich bringt. Vor allem die Antibabypillen der dritten und vierten Generation, die in den neunziger Jahren herauskamen, werden häufiger mit diesen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

Verhüten mit der Spirale

Statt mit der Antibabypille verhüten viele Französinnen nun mit der Spirale. Wie "Zeit Online" berichtet, verdoppelten sich die Produktionsmengen der Hersteller in nur einem Jahr. "Wir stellen jetzt 50.000 Kupferspiralen pro Monat her. Vor einem Jahr waren es nur 25.000", sagt Charles-Dominique Lafont, Leiter von 7 Med Industrie in Vichy, dem Marktführer in Frankreich und Westeuropa.

Weil die Spirale drei bis fünf Jahre Verhütungsschutz gewährleistet, während die Pille tagtäglich eingenommen werden muss, bedeutet diese Entwicklung in Frankreich eine riesige finanzielle Einbuße für die Pharmaindustrie. "Große Labore sehen diese Wende sehr ungern. Es wird gegen uns lobbyiert. Manche Lieferanten wollen uns nicht mehr beliefern", so Lafont weiter. Dabei gibt es unter Gesundheitsaspekten eigentlich keine Argumente gegen die Spirale. Hieß es noch vor wenigen Jahren, die Kupferspirale könne unfruchtbar machen, so wird das Verhütungsmittel heutzutage häufig sogar empfohlen. "Dieses Verhütungsmittel birgt kein Risiko", erklärt Lafont. "Frauen fühlen sich damit sicher."

Um eine Schwangerschaft verhindern zu wollen, kann man sich bei einem Arzt beraten lassen, welches Verhütungsmittel für einen das Beste ist.

Ob die Wahl nun auf die mechanische oder auf die hormonelle Verhütung fällt ist Nebensache, wichtiger ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen.

 

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