Quietschende Liebesschaukel! Mieter gekündigt

Montag, 25.08.2014 Jana Ackermann

Die zu lauten Akte auf seiner Liebesschaukel stießen bei den Nachbarn eines Kettenschaukel-Liebhabers auf absolute Abneigung. Die Folge: Der Mieter wurde aus seiner Wohnung geschmissen.

Eine Anschuldigung wie diese landet wohl nicht alle Tage vor Gericht: Weil ein Münchner Mieter  eine Liebesschaukel in seiner Wohnung aufgestellt, diese stundenlang und laut quietschend bis in die Nacht benutzt und  nicht auf Mahnungen reagiert habe, wurde der Mann laut dem juristischen Infoportal Rechtsindex nun zum Auszug verurteilt. In der Begründung heiße es, dass „quietschende Geräusche in einer Wohnung nachts über einen längeren Zeitraum hinweg nicht sozialadäquat“ seien.

Ist das Benutzen einer Liebesschaukel nicht eine Privatangelegenheit?

In diesem Falle wohl nicht, denn im Mietvertrag sei eine Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr vereinbart worden. Die quietschende Liebesschaukel war laut  Rechtsindex allerdings sehr alt und entsprechend laut und sei drei bis vier Mal pro Woche von ihrem Besitzer und dessen Männerbesuch genutzt worden. Zusätzlich hätten sich die Nachbarn über lautes Lachen und Sprechen, Türenklingeln, nächtliches Duschen, sowie das Herunterwerfen und Schieben von schweren Gegenständen zur Ruhezeit beschwert.

Danke, laute Liebesschaukel! Rausschmiss aus der Wohnung

Die Vermieterin sei darauf mehrmals über starke Lärmbelästigung durch sexuelle Praktiken mit anderen Männern informiert worden. Mahnungen, die infolge dessen ausgestellt worden seien, hätten nicht den erwünschten Erfolg gebracht, berichtete der Rechtsindex weiter. Vor einigen Monaten habe sich deshalb die Vermieterin für eine ordentliche Kündigung des Mieters entschieden. Doch da der Betroffene an besagtem Tag einfach nicht ausgezogen sei, habe sich die Vermieterin an das Münchner Amtsgericht gewandt und den Mann auf Räumung der Wohnung verklagt.

Das Urteil im Liebesschaukel-Fall

Das Gericht gab der Klägerin laut Rechtsindex Recht: Die Kündigung sei wirksam und der Mieter müsse aufgrund der Lärmbelästigung das Feld räumen. Das Gericht gehe davon aus, dass die Benutzung der Schaukel jedenfalls einen Teil der besagten Geräusche verursacht habe. Ob das nächtliche Duschen oder Lachen eine Pflichtverletzung darstelle, entschied das Gericht hingegen nicht. Darauf käme es angesichts der quietschenden Liebesschaukel ohnehin nicht mehr an, berichtete das Legal Tribune Online Magazin.

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Die Liebesschaukel war den Nachbarn zu laut.

Die Liebesschaukel mag lustvoll sein - leider nicht für die Nachbarn. Diese beschwerten sich aufgrund zu lauter Geräusche beim Liebesakt.

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